Novartis baut US-Präsenz massiv aus
Neues Produktionszentrum in North Carolina schafft tausende Arbeitsplätze bis 2030

Novartis plant eine umfassende Erweiterung seiner Aktivitäten in den Vereinigten Staaten und richtet den Fokus dabei auf den Bundesstaat North Carolina. Das Unternehmen teilte mit, dass dort ein neuer Fertigungshub entstehen soll, der Teil eines auf fünf Jahre angelegten Infrastrukturprogramms in Höhe von insgesamt 23 Milliarden Dollar ist. Die Ankündigung stellt einen weiteren Schritt im Rahmen der strategischen Ausrichtung dar, zentrale Produktionskapazitäten näher an den US-Markt zu verlagern.
Die geplante Ausbaustufe sieht vor, dass in North Carolina 700 neue Arbeitsplätze direkt bei Novartis entstehen. Zusätzlich sollen bis zum Jahr 2030 mehr als 3.000 indirekte Stellen entlang der vorgelagerten Lieferketten geschaffen werden. Nach Unternehmensangaben erhofft sich Novartis eine deutliche Stärkung der regionalen Wertschöpfung, da wesentliche Produktionsprozesse künftig im Umfeld bereits bestehender Standorte konzentriert werden.
Der Entscheidung vorausgegangen ist eine vorläufige Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und der Schweiz, die vorsieht, die US-Zölle auf Schweizer Produkte von 39 auf 15 Prozent zu senken. Bestandteil dieser Vereinbarung ist die Zusage Schweizer Unternehmen, bis Ende 2028 rund 200 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Novartis zählt zu den Konzernen, die sich laut Mitteilung an dieser Investitionsoffensive beteiligen und ihre Präsenz im US-Markt ausbauen wollen.
Der neue Fertigungshub soll nach aktueller Planung in den Jahren 2027 oder 2028 den Betrieb aufnehmen. In Durham sind zwei neue Anlagen vorgesehen, die sich auf die Produktion von Biologika und auf sterile Verpackungsprozesse spezialisieren. Ergänzend dazu entsteht in Morrisville ein Standort für die Herstellung und Verpackung von festen Darreichungsformen. Novartis kündigte außerdem an, den bestehenden Campus in Durham zu erweitern, um zusätzliche Kapazitäten für das sterile Abfüllen von Biologika zu schaffen.
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Zur AktienanalyseNach Angaben des Unternehmens ist die Expansion darauf ausgerichtet, die in den USA benötigten Arzneimittel künftig vollständig im Land produzieren zu können. Das Unternehmen verweist darauf, dass die neuen Kapazitäten eine breitere und stabilere Versorgung ermöglichen sollen, da zentrale Produktionsschritte in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Märkten durchgeführt werden.


