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Novo Nordisk stoppt Alzheimer-Studien

Novo Nordisk stoppt Alzheimer-Studien

Novo Nordisk stoppt Alzheimer-Studien

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat bei der Erforschung eines möglichen Alzheimer-Mittels einen Rückschlag erlitten. Neue Auswertungen zweier groß angelegter Studien mit insgesamt 3800 Teilnehmenden zeigen, dass der Wirkstoff Semaglutid, der bislang vor allem zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird, keinen Einfluss auf den Verlauf der neurodegenerativen Erkrankung im frühen Stadium hatte. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch auf einer Fachkonferenz in San Diego vorgestellt.

Ziel der Untersuchungen war es zu überprüfen, ob die Tablettenform Rybelsus, die denselben Wirkstoff wie die bekannten Präparate Ozempic und Wegovy enthält, das Fortschreiten der kognitiven Einschränkungen um mindestens 20 Prozent verlangsamen kann. Dieser Schwellenwert galt als entscheidend, um eine erkennbare Wirkung auf den Krankheitsverlauf nachzuweisen. Über zwei Jahre hinweg wurden Betroffene regelmäßig getestet, um mögliche Veränderungen ihrer geistigen Leistungsfähigkeit zu dokumentieren.

Die jetzt präsentierten Daten ergaben jedoch keinen Unterschied zwischen der Semaglutid-Gruppe und der Placebogruppe. Die kognitive Entwicklung der Teilnehmenden verlief in beiden Gruppen nahezu identisch, sodass keine messbare Verzögerung des geistigen Abbaus festgestellt werden konnte. Zwar zeigten einige biologische Marker leichte Verbesserungen von bis zu zehn Prozent, doch dieser Effekt blieb ohne spürbare klinische Relevanz. Die Veränderungen reichten nicht aus, um eine verlangsamte Progression der Erkrankung zu belegen.

Angesichts der ausbleibenden Wirksamkeit entschied Novo Nordisk, beide Studien einzustellen. Der Konzern kündigte zudem an, die vollständigen Ergebnisse im März 2026 vorzulegen. Damit bleibt unklar, inwieweit einzelne Parameter oder Teilgruppen Hinweise auf mögliche zukünftige Forschungsansätze liefern könnten. Die jetzt vorläufig veröffentlichten Daten deuten jedoch darauf hin, dass Semaglutid im aktuellen Untersuchungsdesign keinen Beitrag zur Behandlung von Alzheimer im Frühstadium leisten kann.

Die Erwartungen an die Studien waren zuvor hoch gewesen, da der Wirkstoff aufgrund seiner breiten Anwendung und seiner bekannten Effekte auf Stoffwechselprozesse als potenziell vielversprechend galt. Mit der Entscheidung zum Abbruch endet nun ein Versuch, ein bestehendes Medikament für einen neuen therapeutischen Bereich nutzbar zu machen. Für die Alzheimer-Forschung bleibt die Suche nach wirksamen Behandlungsansätzen damit weiterhin herausfordernd, während der Bedarf an neuen Therapieoptionen weltweit zunimmt.

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