NTT Docomo testet Remote-Mining in Codelcos Kupfermine El Teniente
Das japanische Technologieunternehmen NTT Docomo Business erprobt optische Netzwerktechnologie für den Fernbetrieb der weltgrößten Untertage-Kupfermine.

Das japanische Telekommunikations- und IT-Unternehmen NTT Docomo Business hat eine Studie gestartet, um den Fernbetrieb von Anlagen in der Kupfermine El Teniente des chilenischen Staatskonzerns Codelco zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob ein optisches Kommunikationsnetz der nächsten Generation diesen Betrieb sicher unterstützen kann. Die Mine liegt rund 1.500 Kilometer von ihrem Kontrollzentrum entfernt.
Die Studie wurde vom japanischen Ministerium für innere Angelegenheiten und Kommunikation in Auftrag gegeben. Sie soll das Untertagebergwerk über das sogenannte Innovative Optical and Wireless Network All-Photonics Network – kurz IOWN APN – mit einem Fernsteuerungszentrum in der chilenischen Stadt Rancagua verbinden. Das Projekt umfasst sowohl eine technische Studie als auch einen Proof of Concept.
Was das Netzwerk leisten soll
Im Rahmen des Projekts wird bewertet, ob das hochkapazitive Netzwerk mit geringer Latenz mehrere anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann. Dazu zählen der Fernbetrieb schwerer Bergbaumaschinen, hochauflösende Videoüberwachung sowie die Konsolidierung von Betriebszentren. Außerdem soll ein neues Fernbetriebsmodell für den Bergbau entwickelt werden.
„Mit dieser Initiative will NTT zudem die Sicherheit und die betriebliche Effizienz in der Kupferbergbauindustrie verbessern und gleichzeitig neue Anwendungsfälle für IOWN APN im gesamten Bergbausektor schaffen", erklärte das Unternehmen. NTT gab zudem an, die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Bergbau- und Energieprojekte übertragen zu wollen und gemeinsam mit NTT Inc. die weltweite Einführung von IOWN-Technologien voranzutreiben.
Codelco unter Druck: Sicherheit und Produktion im Fokus
Das Projekt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Codelco, den weltweit größten Kupferproduzenten. El Teniente gilt als die weltgrößte Untertage-Kupfermine und steht derzeit vor erheblichen betrieblichen Herausforderungen. Die Gewerkschaft der Mine erklärte, dass die Aussetzung der Erschließung des Abschnitts Andes Norte bis zu zwei Jahre dauern könnte.
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Zur AktienanalyseCodelco begründete den Stopp mit sechsmonatigen geologischen Studien, die im tiefer gelegenen Projekt Andes Norte größere seismische Risiken als bisher angenommen identifizierten. Zum Schutz der Mitarbeiter wurde die Erschließung daraufhin unterbrochen. Die Verzögerung verschärft die Produktionsprobleme in der Mine und verknappt den ohnehin angespannten globalen Kupfermarkt weiter.
Vor diesem Hintergrund ist die Verbesserung von Sicherheit und betrieblicher Effizienz für das Codelco-Management zur Priorität geworden. Das Unternehmen versucht, die Gefährdung der Arbeiter unter Tage zu verringern und gleichzeitig dem Mangel an qualifizierten Maschinenbedienern entgegenzuwirken. Im Erfolgsfall könnte der Testlauf den Einsatz optischer Netzwerktechnologie in der gesamten Bergbauindustrie weltweit ausweiten.


