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Nvidia-Chef Huang: KI-Boom bringt sechsstellige Gehälter

Nvidia-CEO Jensen Huang sieht im KI-Boom große Chancen für Handwerksberufe. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte er sechsstellige Gehälter für Fachkräfte an, die Chipfabriken bauen.

Nvidia-Chef Huang: KI-Boom bringt sechsstellige Gehälter

Während künstliche Intelligenz zunehmend Bürojobs bedroht, eröffnet sie gleichzeitig lukrative Perspektiven für qualifizierte Handwerker. Das erklärte Nvidia-CEO Jensen Huang auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Der Tech-Visionär prognostiziert sechsstellige Gehälter für Fachkräfte, die die für die KI-Revolution notwendigen Chipfabriken errichten.

KI-Boom treibt Nachfrage nach Handwerkern

Huang zeigt sich optimistisch hinsichtlich der Arbeitsmarktentwicklung. "Ich sehe in diesem Bereich einen ziemlich signifikanten Boom", sagte der Nvidia-Chef. Die Gehälter für Facharbeiter im Bereich Halbleiterfertigung hätten sich nahezu verdoppelt. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur allgemeinen Sorge um KI-bedingte Jobverluste.

Tatsächlich dominierte die Angst vor Arbeitsplatzverlusten durch KI die Gespräche beim Weltwirtschaftsforum. Nach Daten von Challenger, Gray & Christmas trugen KI-Technologien 2025 zu fast 55.000 Entlassungen in den USA bei. Konzerne wie Amazon, Salesforce, Accenture und Lufthansa nannten KI als Grund für Stellenstreichungen.

"Tsunami" trifft den Arbeitsmarkt

Kristalina Georgieva, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, warnte eindringlich: "KI trifft den Arbeitsmarkt wie ein Tsunami, und die meisten Länder und Unternehmen sind darauf nicht vorbereitet." Besonders betroffen sind Büroarbeitsplätze und administrative Tätigkeiten.

Eine Microsoft-Studie aus dem Jahr 2025 bestätigt jedoch Huangs Einschätzung. Die Analyse von 200.000 Gesprächen mit Bing Copilot ergab, dass Handwerksberufe am wenigsten von Automatisierung bedroht sind. Phlebotomisten, Maler, Gipser und Schiffstechniker verlassen sich kaum auf KI-Unterstützung bei ihrer Arbeit.

Generation Z entdeckt Handwerksberufe neu

Die hohen Kosten für ein Studium machen Handwerksberufe zunehmend attraktiv. In den USA stiegen die jährlichen Kosten für staatliche Hochschulen zwischen 2011 und 2023 um rund 30 Prozent. Berechnungen von CNBC Make It zeigen, dass ein vierjähriges Studium für viele unbezahlbar geworden ist.

Die Generation Z reagiert auf diese Entwicklung: Im Jahr 2024 machten die zwischen 1997 und 2012 Geborenen 18 Prozent der Erwerbsbevölkerung aus, stellten laut Gusto aber fast 25 Prozent aller Neueinstellungen in qualifizierten Handwerksberufen.

Berufsausbildung als Zukunftsstrategie

Roxana Mînzatu von der Europäischen Kommission empfiehlt jungen Menschen eine Berufsausbildung. "Ich mache mir keine allzu großen Sorgen um die Fähigkeit der jungen Generation, die richtigen Qualifikationen dafür zu besitzen", erklärte sie beim Weltwirtschaftsforum.

Die Botschaft ist klar: Während KI die Arbeitswelt revolutioniert, bieten gerade die traditionellen Handwerksberufe sichere und gut bezahlte Zukunftsperspektiven. Besonders im Bereich der Halbleiterfertigung, dem Rückgrat der KI-Revolution, entstehen neue Chancen für qualifizierte Fachkräfte.

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