Nvidia kaufen, Home Depot verkaufen: Aktientipps der Woche
US-Märkte gaben von Rekordhochs nach – steigende Energiepreise schüren Inflationssorgen und treiben Anleiherenditen nach oben.

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag deutlich im Minus geschlossen. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq gaben von ihren Rekordhochs nach, da steigende Energiepreise neue Inflationssorgen entfachten. Diese Entwicklung trieb gleichzeitig die Renditen von US-Staatsanleihen kräftig nach oben – ein Umfeld, das Wachstumswerte besonders unter Druck setzt.
Trotz des Ausverkaufs am Freitag fiel die Wochenbilanz der wichtigsten Indizes insgesamt verhalten aus. Der S&P 500 konnte auf Wochensicht ein kleines Plus von 0,1 Prozent verbuchen. Der Nasdaq Composite und der Dow Jones Industrial Average schlossen die Woche hingegen leicht im Minus – mit Verlusten von jeweils 0,1 beziehungsweise 0,2 Prozent.
Ruhige Datenwoche steht bevor
Die kommende Woche dürfte in Bezug auf Wirtschaftsberichte eher ruhig verlaufen. Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer wird dabei auf dem Protokoll der US-Notenbank Fed liegen. Solche Sitzungsprotokolle – auch bekannt als „Fed Minutes" – geben Anlegern wichtige Hinweise auf die künftige Geldpolitik und die Stimmung innerhalb des Offenmarktausschusses.
Für deutsche Privatanleger ist das Marktumfeld in den USA besonders relevant, da US-Aktien einen erheblichen Anteil vieler Depots und ETF-Portfolios ausmachen. Steigende Anleiherenditen in den USA können zudem Auswirkungen auf globale Kapitalmärkte haben, da sie die relative Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren verringern.
Nvidia und Home Depot im Fokus
Im Mittelpunkt der Einzelwertbetrachtung stehen in dieser Woche zwei prominente US-Titel: Nvidia und Home Depot. Nvidia gilt als einer der zentralen Profiteure des KI-Booms und steht auf der Kaufempfehlungsliste. Home Depot hingegen wird als Verkaufskandidat eingestuft.
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Zur AktienanalyseNvidia hat sich in den vergangenen Monaten als Schlüsselunternehmen im Bereich künstliche Intelligenz und Hochleistungschips etabliert. Der Konzern liefert die Grafikprozessoren, die für das Training großer KI-Modelle unverzichtbar sind – eine Nachfrage, die weiterhin stark wächst. Home Depot, der größte US-amerikanische Baumarktkonzern, steht dagegen vor Gegenwind: Ein schwächelnder Immobilienmarkt und nachlassende Konsumausgaben könnten das Geschäft belasten.
Anleger sollten die kommende Woche nutzen, um die Entwicklungen rund um die Fed-Protokolle genau zu verfolgen. Hinweise auf eine länger anhaltende restriktive Geldpolitik könnten die Märkte erneut unter Druck setzen – insbesondere wachstumsstarke Technologiewerte wie Nvidia, aber auch konjunktursensible Titel wie Home Depot.


