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Nvidia und der KI-Boom

Speicherchips von SK Hynix und Co. entscheidend für den Erfolg

Nvidia und der KI-Boom

Nvidia steht derzeit im Zentrum des Interesses an den Börsen. Der Chiphersteller profitiert enorm vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI), da seine Grafikprozessoren (GPUs) für die rechenintensiven Anwendungen dieser Technologie entscheidend sind. Seit Jahresbeginn verzeichnete die Aktie von Nvidia einen Anstieg von fast 160 Prozent. Innerhalb von nur 23 Handelstagen ab dem 20. Mai konnte Nvidia seinen Börsenwert um eine Billion Dollar steigern und erreichte vorübergehend eine Bewertung, die Microsoft als wertvollstes Unternehmen der Welt ablöste.

Trotz des Erfolgs ist Nvidia nicht vollkommen unabhängig. Der Konzern ist auf die Zulieferung bestimmter Chips angewiesen, insbesondere Speicherchips. Analysten zeigen sich hinsichtlich der Aktien dieser Hersteller ähnlich optimistisch wie bei Nvidia, vor allem weil diese Unternehmen im Vergleich zu Nvidia deutlich niedriger bewertet sind. Die Speicherchips, um die es geht, sind essenziell für den Betrieb von Servern, PCs, Notebooks, Grafikkarten und Smartphones. Da das Geschäft mit diesen Chips jedoch starken Schwankungen unterliegt, haben sich viele große Halbleiterhersteller in den letzten Jahren aus diesem Segment zurückgezogen. Übrig geblieben sind vor allem drei große Anbieter, die ein bedeutendes Geschäft dominieren. Im ersten Quartal dieses Jahres verkauften die Hersteller Dram-Chips im Wert von über 18 Milliarden Dollar, wie die Marktforscher von Trendforce berichten. Dram-Chips sind die am meisten verkauften Speicherchips.

Ein Problem der Speicherchipbranche ist die Austauschbarkeit der Produkte. Kunden können die Chips eines Herstellers relativ leicht durch die eines anderen ersetzen. Dies führt dazu, dass die Hersteller nur dann hohe Gewinne erzielen, wenn ihre Fabriken voll ausgelastet sind. Die vergangenen beiden Jahre waren für die Branche schwierig, da die Nachfrage nach den starken Anstiegen während der Coronapandemie stark zurückging.

Der Aufschwung im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat die Branche jedoch grundlegend verändert. Plötzlich sind speziell auf Kunden zugeschnittene Dram-Chips gefragt. Diese Chips, auch bekannt als HBM (High-Bandwidth Memory), werden in einem komplexen Verfahren übereinandergestapelt, um die Speicherkapazität und die Bandbreite zu erhöhen. Dies hat zu einem neuen Boom in der Speicherchipindustrie geführt und die Nachfrage nach diesen speziellen Chips stark angekurbelt.

Nvidia ist hierbei auf die Unterstützung von Unternehmen wie dem südkoreanischen Halbleiterhersteller SK Hynix angewiesen. Diese Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle in der Lieferkette und tragen maßgeblich zum Erfolg von Nvidia bei. Analysten blicken daher nicht nur auf Nvidia, sondern auch auf diese Zulieferer optimistisch und sehen in ihren Aktien großes Potenzial.

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