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Nvidia verhandelt weiter über OpenAI-Investition

Offene Vertragsdetails rücken finanzielle Abhängigkeiten im KI-Sektor in den Fokus

Nvidia verhandelt weiter über OpenAI-Investition

Nvidias noch nicht finalisierte Vereinbarung mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI über eine Investition von bis zu 100 Milliarden Dollar steht weiterhin im Zentrum intensiver Diskussionen innerhalb der Technologiebranche. Bei der UBS Global Technology and AI Conference in Arizona erklärte Finanzchefin Colette Kress am Dienstag, dass trotz eines bereits bekannten Letter of Intent noch keine endgültige Vereinbarung vorliege und beide Unternehmen weiter an den Details arbeiteten. Die Aussagen erfolgten inmitten wachsender Bedenken über mögliche zirkuläre Geschäftsmodelle im KI-Ökosystem, in dem führende Unternehmen wechselseitig investieren und gleichzeitig als Kunden auftreten.

Der im September veröffentlichte Letter of Intent sieht vor, dass Nvidia mindestens 10 Gigawatt seiner Systeme für OpenAI bereitstellen würde. Diese Kapazität entspräche der Stromversorgung von mehr als acht Millionen US-Haushalten. Kress betonte jedoch, dass die Vereinbarung noch verhandelt werde und derzeit keine abgeschlossene Grundlage existiere. OpenAI zählt neben großen Cloud-Anbietern zu den wichtigsten Abnehmern von Nvidias Chips und spielt seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 eine zentrale Rolle im rasanten Aufstieg generativer KI.

Laut Nvidia-Chef Jensen Huang verfügt das Unternehmen über bestehende Chip-Buchungen im Umfang von 500 Milliarden Dollar bis 2026. Die Lieferungen, die aus einer möglichen Vereinbarung mit OpenAI resultieren würden, sind in diesem Betrag nicht enthalten und könnten die Gesamtbuchungen weiter steigern. Kress bestätigte dies am Dienstag und verwies darauf, dass die gegenwärtigen Zahlen keine der potenziellen Verpflichtungen aus den laufenden Gesprächen mit OpenAI einschließen.

Die Aktie von Nvidia legte im Verlauf des Dienstags um 2,6 % zu. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Unternehmen mehrfach Vereinbarungen mit KI-Startups getroffen und in Firmen investiert, die zugleich zu den wichtigsten Kunden zählen. Diese Entwicklung hat an den Finanzmärkten Befürchtungen verstärkt, dass sich im KI-Sektor eine Blase bilden könnte und Geschäftsmodelle entstehen, in denen Investitionen und Aufträge in wechselseitigen Abhängigkeiten stehen.

Erst im vergangenen Monat kündigte Nvidia an, bis zu 10 Milliarden Dollar in Anthropic zu investieren, einen direkten Konkurrenten von OpenAI. Auch diese Vereinbarung könnte laut Kress die bestehenden Chip-Buchungen in Höhe von 500 Milliarden Dollar weiter erhöhen. Die anhaltenden Verhandlungen und Investitionen zeigen die strategische Bedeutung des KI-Marktes für Nvidia, das seine Position als zentraler Anbieter leistungsfähiger Chips im globalen Wettbewerb weiter ausbaut.

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