Ölpreise auf höchstem Niveau seit drei Monaten
Kalte Witterung, schwacher Dollar und Sanktionen treiben die Nachfrage an

Ölpreise halten sich auf dem höchsten Stand seit drei Monaten. Gekennzeichnet durch eine anhaltend hohe Nachfrage und unterstützt von einem schwächeren US-Dollar sowie der Aussicht auf verschärfte Sanktionen gegen iranische und russische Ölexporte, stiegen die Preise am Montag weiter. Brent-Rohöl notierte mit einem Plus von 49 Cent oder 0,6 % bei 77 US-Dollar pro Barrel, während US West Texas Intermediate (WTI) mit einem Zuwachs von 49 Cent oder 0,7 % bei 74,45 US-Dollar lag. Beide Werte erreichten damit ihre höchsten Stände seit Mitte Oktober.
Die Preisentwicklung wurde durch mehrere Faktoren beeinflusst. Kalte Witterungsbedingungen in Nordwesteuropa und den Vereinigten Staaten sorgten für eine gesteigerte Nachfrage. Auch ein Anstieg der Erdgaspreise und höhere Raffineriemargen trugen zur Preisstabilität bei, erklärte der Analyst Bjarne Schieldrop. Die Währungsschwäche des US-Dollars, der am Montag um 1 % fiel, wirkte zusätzlich preisstabilisierend, da Rohstoffe in Dollar für Käufer anderer Währungen günstiger werden.
In den Vereinigten Staaten wird auf wirtschaftspolitische Neuigkeiten gewartet, die Hinweise auf den künftigen Energieverbrauch und die Zinspolitik der Federal Reserve liefern könnten. Am Mittwoch sollen die Protokolle der letzten Fed-Sitzung veröffentlicht werden, während der Arbeitsmarktbericht für Dezember am Freitag erwartet wird.
In Asien reagierte Saudi Aramco, der weltweit größte Ölproduzent, auf die gestiegene Nachfrage, indem die Rohölpreise für den asiatischen Markt im Februar angehoben wurden – die erste Preiserhöhung seit drei Monaten. Dies deutet auf optimistische Markterwartungen hin.
Gleichzeitig stehen verschärfte Sanktionen gegen iranische und russische Öltransporte im Raum. Die Biden-Regierung plant zusätzliche Maßnahmen gegen russische Öltanker, die Einnahmen aus dem Rohölexport schmälern sollen. Auch die Ölproduktion des Iran könnte aufgrund neuer Sanktionen und politischer Entscheidungen in den USA sinken. Prognosen von Goldman Sachs zufolge könnte die Produktion des OPEC-Mitglieds bis zum zweiten Quartal um 300.000 Barrel pro Tag zurückgehen und bei 3,25 Millionen Barrel pro Tag liegen.
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Zur AktienanalyseDie Entwicklungen verdeutlichen die Sensibilität des Ölmarkts gegenüber geopolitischen und klimatischen Einflüssen, während wirtschaftliche und währungspolitische Faktoren zusätzliche Impulse setzen.


