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Ölpreise fallen vor Trump-Putin-Treffen in Alaska

Markt hofft auf Waffenstillstand – China-Daten und Angebotsüberschuss belasten zusätzlich

Ölpreise fallen vor Trump-Putin-Treffen in Alaska

Die Ölpreise sind am Freitag gefallen, während Händler gespannt auf das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska blicken. Marktbeobachter erwarten von den Gesprächen möglicherweise Fortschritte im Ukraine-Krieg, was sich direkt auf das Angebot russischen Öls und somit auf die Preisentwicklung auswirken könnte.

Der Preis für Brent-Rohöl sank bis 13:15 Uhr GMT um 89 Cent beziehungsweise 1,3 Prozent auf 65,95 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate verbilligte sich um 97 Cent oder 1,5 Prozent auf 62,99 US-Dollar. Besonders im Fokus steht die Frage, ob bei dem Gipfel ein Waffenstillstand erzielt werden kann. Trump hatte im Vorfeld erklärt, er halte Russland für bereit, den Krieg zu beenden, kündigte aber auch mögliche Sekundärsanktionen gegen Staaten an, die weiterhin russisches Öl kaufen, falls die Gespräche keine Fortschritte bringen.

Marktanalysten sehen in der Aussicht auf ein Ende des Krieges einen möglichen Impuls für eine steigende russische Ölproduktion. Entscheidend sei laut Experten, ob es zu einer Deeskalation komme. Diese Unsicherheit wirkte sich in den vergangenen Tagen auf die Kurse aus. Für die laufende Woche zeichnet sich bei der US-Ölsorte WTI ein Rückgang um 0,7 Prozent ab, während Brent auf Wochensicht voraussichtlich um 0,4 Prozent zulegen wird.

Belastet wurde die Stimmung zusätzlich durch schwächere Konjunkturdaten aus China. Die Produktion in chinesischen Fabriken wuchs im Juli so langsam wie seit acht Monaten nicht mehr, auch die Einzelhandelsumsätze legten nur in geringem Maße zu. Trotz eines Anstiegs der Rohölverarbeitung in chinesischen Raffinerien um 8,9 Prozent im Jahresvergleich, lagen die Werte unter denen des Vormonats Juni, der den höchsten Stand seit September 2023 markiert hatte. Die gestiegenen Exporte von Ölprodukten deuten auf eine gedämpfte inländische Nachfrage hin.

Auch Prognosen über ein wachsendes Überangebot am Ölmarkt drückten auf die Kurse. Analysten der Bank of America erwarten nun ein durchschnittliches Überangebot von 890.000 Barrel pro Tag im Zeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026. Ausschlaggebend sei unter anderem die steigende Produktion der OPEC+-Gruppe, zu der neben der Organisation erdölexportierender Länder auch Russland und weitere Partner gehören. Zuletzt hatte bereits die Internationale Energieagentur von einem „aufgeblähten“ Markt gesprochen.

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