ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise mit deutlichem Jahresminus

Überangebot drückt Brent und WTI trotz geopolitischer Spannungen

Ölpreise mit deutlichem Jahresminus

Ölpreise zeigten sich zur Wochenmitte nur wenig verändert, stehen jedoch vor einem deutlichen Jahresverlust. Für das Jahr 2025 zeichnet sich ein Rückgang von mehr als 15 Prozent ab, da das globale Angebot die Nachfrage überstieg. Damit bewegen sich die durchschnittlichen Preise für Brent- und WTI-Rohöl auf dem niedrigsten Niveau seit 2020. Trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen prägten vor allem steigende Fördermengen und eine verhaltene Nachfrageentwicklung den Markt.

Brent-Rohöl ist auf dem Weg zu seinem dritten jährlichen Preisrückgang in Folge, was den längsten Verlustzeitraum seit Beginn der Preisaufzeichnungen darstellen würde. Der Preisverfall fiel damit stärker aus als in vielen vorherigen Krisenjahren. Auch US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate steuert auf einen deutlichen Jahresverlust zu. Marktbeobachter verweisen darauf, dass insbesondere die Angebotsausweitung durch OPEC+-Staaten sowie eine stabile US-Schieferölproduktion zu diesem Druck beigetragen haben.

Analysten erwarten, dass sich der Brent-Preis kurzfristig weiter abschwächen könnte. Hintergrund ist unter anderem, dass US-Schieferölproduzenten einen großen Teil ihrer Förderung zu höheren Preisen abgesichert haben und daher weniger empfindlich auf sinkende Marktpreise reagieren. Dies sorgt für ein gleichmäßigeres Angebot, selbst bei nachlassenden Preisniveaus. Gleichzeitig bleibt die globale Nachfrage weitgehend stabil, ohne nennenswerte Wachstumsimpulse zu liefern.

Zusätzlichen Druck lieferten zuletzt steigende Lagerbestände in den USA. Marktkreise berichteten von einem Anstieg der Rohöl- und Kraftstoffvorräte in der vergangenen Woche. Offizielle Daten der US-Energiebehörde werden im weiteren Tagesverlauf erwartet und könnten zusätzliche Hinweise zur kurzfristigen Marktentwicklung geben.

Zu Beginn des Jahres hatten geopolitische Ereignisse die Preise noch gestützt. Verschärfte Sanktionen gegen Russland, Angriffe auf Energieinfrastruktur im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sowie Spannungen im Nahen Osten hatten zeitweise die Sorge vor Angebotsausfällen geschürt. Auch Konflikte rund um wichtige Transportwege wie die Straße von Hormus sorgten für Preisaufschläge.

Im weiteren Jahresverlauf kühlte sich der Markt jedoch ab. Beschleunigte Fördererhöhungen durch OPEC+ sowie Sorgen über die Auswirkungen neuer US-Zölle auf das globale Wirtschaftswachstum belasteten die Nachfrageerwartungen. Viele Analysten gehen davon aus, dass das Angebot auch im kommenden Jahr über der Nachfrage liegen wird, was den Preisdruck aufrechterhalten dürfte.

ÖlBrent ÖlÖlpreis

Disclaimer