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Ölpreise rutschen auf Mehrmonatstief

Trump-Zölle und OPEC-Pläne belasten Märkte und schüren Rezessionsängste

 Ölpreise rutschen auf Mehrmonatstief

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen asiatischen Handel weiter gefallen und steuern auf die schlechteste Wochenbilanz seit Monaten zu. Grund dafür sind neue Importzölle von US-Präsident Donald Trump, die Befürchtungen über einen globalen Handelskrieg auslösten und damit auch die Nachfrage nach Rohöl unter Druck setzen. Der Preis für Brent-Rohöl sank um 31 Cent beziehungsweise 0,4 Prozent auf 69,83 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verlor 32 Cent oder 0,5 Prozent und lag bei 66,63 US-Dollar. Für Brent wäre es der größte prozentuale Wochenverlust seit Mitte Oktober, für WTI der größte seit Ende Januar.

Zusätzlich zu den Marktsorgen trug eine Entscheidung der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (OPEC+) zur negativen Stimmung bei. Die OPEC+ will ihre geplanten Produktionsausweitungen vorziehen und im Mai nun 411.000 Barrel pro Tag zusätzlich auf den Markt bringen, nachdem zunächst nur ein Anstieg um 135.000 Barrel vorgesehen war. Laut Einschätzung von Analysten könnte dies zu einem früher als erwarteten Überangebot auf dem Ölmarkt führen. Durch das zusätzliche Angebot an sogenanntem „medium sour crude“ dürfte sich zudem die Preisdifferenz zwischen Brent- und Dubai-Rohöl vergrößern. Diese Spanne habe in diesem Jahr bereits mehrfach ein ungewöhnliches Preisverhältnis gezeigt.

Die Rohölpreise gerieten insbesondere nach Trumps Pressekonferenz am Mittwochnachmittag unter Druck. Während dieser bezeichnete er den Tag als „Befreiungstag“ und kündigte einen Basistarif von zehn Prozent auf alle Importe in die Vereinigten Staaten an. Zusätzlich sollen für Dutzende der wichtigsten Handelspartner der USA höhere Einfuhrzölle gelten. Auch wenn Importe von Öl, Gas und raffinierten Produkten von den neuen Maßnahmen ausgenommen sind, sorgen sich Marktbeobachter über die indirekten Auswirkungen der Zollpolitik. Experten verweisen darauf, dass die neuen Zölle die Inflation anheizen, das Wirtschaftswachstum bremsen und internationale Handelskonflikte verschärfen könnten – alles Faktoren, die sich negativ auf die Ölnachfrage auswirken.

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