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Ölpreise stabil im ruhigen Jahresendhandel

Warten auf Wirtschaftsdaten aus China und den USA prägt die Märkte

Ölpreise stabil im ruhigen Jahresendhandel

Ölpreise bewegten sich zu Beginn der Woche in einem ruhigen Handel stabil, da das Jahresende und die Feiertage die Aktivitäten der Märkte dämpften. Händler richteten ihren Blick auf bevorstehende Wirtschaftsdaten aus China und den USA, um Hinweise auf das Wachstum in den beiden weltweit größten Ölverbrauchern zu erhalten. Brent-Rohöl-Futures notierten mit einem leichten Rückgang von 4 Cent bei 74,13 US-Dollar pro Barrel, während der aktivere März-Kontrakt ebenfalls um 4 Cent auf 73,75 US-Dollar pro Barrel sank. Das US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI) verlor 1 Cent und wurde bei 70,59 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

In der vergangenen Woche stiegen die Preise beider Rohöl-Benchmarksorten um etwa 1,4 %, unterstützt durch einen unerwartet deutlichen Rückgang der US-Rohölbestände. Dieser Rückgang war auf eine erhöhte Aktivität der Raffinerien sowie eine gestiegene Kraftstoffnachfrage während der Feiertage zurückzuführen. Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Ölpreise durch optimistische Aussichten für das Wirtschaftswachstum in China im kommenden Jahr, was die Nachfrage des weltweit größten Rohölimporteurs ankurbeln könnte.

Um das Wachstum zu fördern, planen die chinesischen Behörden die Ausgabe von Sonderstaatsanleihen im Rekordumfang von 3 Billionen Yuan (411 Milliarden US-Dollar) für das Jahr 2025. Handelsquellen berichteten zudem, dass China bislang mindestens 152,49 Millionen Tonnen Rohölimportquoten an unabhängige Raffinerien in einer zweiten Zuteilung für 2025 vergeben hat. Die Weltbank hat ihre Prognose für das chinesische Wirtschaftswachstum in den Jahren 2024 und 2025 angehoben, warnte jedoch vor Herausforderungen wie einem schwachen Vertrauen von Haushalten und Unternehmen sowie Schwierigkeiten im Immobiliensektor.

Experten erwarten, dass die jüngsten Konjunkturmaßnahmen in China im nächsten Jahr zu einer Verbesserung der Wirtschaftsdaten führen könnten. Darüber hinaus könnten niedrigere Zinssätze in den USA und anderen Regionen die Ölnachfrage stützen. Anleger warten gespannt auf die Veröffentlichung der chinesischen Einkaufsmanagerindizes am Dienstag sowie auf die Ergebnisse des ISM-Index für Dezember in den USA, die für Freitag erwartet werden.

In Europa trüben sich die Aussichten auf ein neues Abkommen zur Durchleitung von russischem Gas durch die Ukraine. Präsident Wladimir Putin erklärte, dass in diesem Jahr keine Zeit mehr für den Abschluss eines neuen Vertrages verbleibe. Analysten gehen davon aus, dass Europa den Verlust von russischem Pipeline-Gas durch höhere Importe von Flüssigerdgas (LNG) ausgleichen wird.

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