Ölpreise stabil inmitten geopolitischer Unsicherheiten
Markt reagiert auf Ukraine-Friedensgespräche und mögliche Irak-Exporte

Die Ölpreise haben sich stabilisiert, während Investoren auf Fortschritte bei den Friedensgesprächen zur Beendigung des Ukraine-Krieges warten und die Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Rohölexporte aus dem Norden des Irak bewerten. Brent-Futures verzeichneten einen Anstieg um 13 Cent auf 74,56 US-Dollar pro Barrel, während die US-amerikanischen West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures um 11 Cent auf 70,51 US-Dollar zulegten. Beide Rohölsorten hatten am Freitag jeweils über zwei US-Dollar verloren und wiesen wöchentliche Rückgänge von 0,4 % bzw. 0,5 % auf.
Der Krieg in der Ukraine steht weiterhin im Mittelpunkt des Marktinteresses. Der Konflikt dauert mittlerweile vier Jahre an. Vertreter der Europäischen Union teilten mit, dass am 6. März ein außerordentlicher Gipfel stattfinden wird, um weitere Unterstützung für die Ukraine sowie europäische Sicherheitsgarantien zu erörtern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er sei bereit, sein Amt niederzulegen, sollte dies den Frieden für sein Land bedeuten.
Der US-Präsident Donald Trump hat Gespräche mit Russland aufgenommen, jedoch weder die Ukraine noch die Europäische Union einbezogen. Ein hochrangiger russischer Diplomat kündigte an, dass russische und US-amerikanische Delegationen in dieser Woche weitere Verhandlungen führen werden. Die Sanktionen der USA und der EU gegen russische Ölexporte haben die weltweiten Öllieferströme über den Seeweg erheblich beeinflusst. Ein Ende des Krieges würde jedoch nicht automatisch zu einem Anstieg der russischen Öllieferungen führen, da Russland als Mitglied der OPEC+-Gruppe an vereinbarte Produktionskürzungen gebunden ist.
Die geopolitische Unsicherheit bleibt ein wichtiger Faktor für die Preisentwicklung. Laut Harry Tchilinguiran, Forschungsleiter der Onyx Capital Group, könnte eine Entspannung der geopolitischen Lage dennoch einen Rückgang der Ölpreise bewirken. Auch Sugandha Sachdeva, Gründerin des Forschungsunternehmens SS WealthStreet in Neu-Delhi, sieht geopolitische Entwicklungen und politische Entscheidungen der USA als kurzfristige Einflussfaktoren auf den Ölmarkt.
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Zur AktienanalyseZusätzlich beeinflusst die Aussicht auf eine steigende Ölversorgung aus dem Irak die Marktpreise. Analysten betonen jedoch, dass der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Exporte über die Irak-Türkei-Pipeline unklar bleibt. Ein Vertreter des irakischen Ölministeriums erklärte, dass nach der Wiederaufnahme der Exporte täglich 185.000 Barrel aus den Ölfeldern in Kurdistan über diese Pipeline transportiert werden sollen.


