Ölpreise stabil vor Fed-Entscheidung
Zinsprognosen, Lagerbestandsrückgang und EU-Sanktionen prägen die Marktstimmung

Die Ölpreise bewegten sich am Mittwoch in einer engen Spanne, da Investoren vor einer möglichen Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve sowie deren Prognosen für das Jahr 2025 vorsichtig blieben. Ein Rückgang der US-Rohölbestände bot dabei leichte Unterstützung. Die Brent-Öl-Futures stiegen um 42 Cent oder 0,57 % auf 73,61 USD pro Barrel, während US-West-Texas-Intermediate-Öl um 47 Cent oder 0,67 % auf 70,55 USD pro Barrel zulegte.
Die Federal Reserve wird voraussichtlich die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt senken, gleichzeitig aber eine zurückhaltende Haltung zur Lockerung der Geldpolitik im kommenden Jahr signalisieren. Laut Experten könnten Investoren dabei weniger auf die angekündigte Zinssenkung selbst, sondern auf Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik achten, insbesondere auf mögliche Pausen oder weitere Zinsschritte im Jahr 2025. Die Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidung erfolgt am Abend, gefolgt von einer Stellungnahme des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell.
Niedrigere Zinssätze senken die Kreditkosten und können das Wirtschaftswachstum sowie die Ölnachfrage ankurbeln. Dennoch ist der Einfluss der Rohölbestandsdaten der American Petroleum Institute (API) auf die Ölpreise begrenzt, da das Hauptaugenmerk der Investoren derzeit auf den Entscheidungen der Zentralbank liegt. Laut API-Daten fielen die US-Rohölbestände in der Woche bis zum 13. Dezember um 4,69 Millionen Barrel, während die Benzinbestände um 2,45 Millionen Barrel und die Destillatbestände um 744.000 Barrel stiegen.
Analysten gehen davon aus, dass US-Energieunternehmen in derselben Woche etwa 1,6 Millionen Barrel Rohöl aus den Lagern abgezogen haben. Die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Energieinformationsverwaltung (EIA) werden später veröffentlicht. Gleichzeitig beschränkt die Unsicherheit über das Ausmaß zukünftiger Zinssenkungen der Federal Reserve sowie Bedenken über potenzielle Inflation die Aufwärtsbewegung der Ölpreise. Laut Analysten könnte die Politik der US-Regierung, gepaart mit möglichen Eingriffen in die Autonomie der Federal Reserve, die Investoren weiterhin vorsichtig stimmen.
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Zur AktienanalyseZusätzlich verschärfte die Europäische Union am Dienstag die Sanktionen gegen Russland. Ein 15. Sanktionspaket umfasst 33 Schiffe, die als Teil einer russischen Schattenflotte Öl und Erdölprodukte transportieren. Auch Großbritannien verhängte Sanktionen gegen 20 Schiffe, die illegal russisches Öl transportierten. Diese Maßnahmen könnten die Volatilität der Ölpreise erhöhen, haben jedoch bisher nicht dazu geführt, Russland vom globalen Ölhandel auszuschließen.


