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Ölpreise steigen auf Drei-Wochen-Hoch

US-Sanktionen, Lagerdaten und geopolitische Absprachen beeinflussen den Markt gleichzeitig

Ölpreise steigen auf Drei-Wochen-Hoch

Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gestiegen, nachdem sie in der vorherigen Sitzung ein Drei-Wochen-Hoch erreicht hatten. Grund für die Preissteigerung sind zunehmende Sorgen um das globale Angebot. Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Bemühungen, die Ölexporte aus Venezuela und dem Iran zu beschränken. Gleichzeitig verzeichneten die US-Rohöllagerbestände einen stärkeren Rückgang als erwartet, was zusätzlich zur Stabilisierung der Preise beitrug.

Die Nordsee-Sorte Brent stieg um 20 Cent auf 73,22 US-Dollar pro Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls um 20 Cent auf 69,20 US-Dollar pro Barrel zulegte. Beide Sorten hatten bereits in der vorherigen Sitzung ihre höchsten Werte seit drei Wochen erreicht.

Hintergrund der jüngsten Preisentwicklung sind unter anderem neue Sanktionen der USA. Der frühere Präsident Trump unterzeichnete am Montag eine Anordnung, die es seiner Regierung erlaubt, pauschale Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Ländern zu erheben, die venezolanisches Rohöl und Flüssigbrennstoffe kaufen. Venezuela ist stark vom Ölexport abhängig, und China gilt als wichtigster Abnehmer. Infolge der Anordnung stockte der Handel mit venezolanischem Öl in Richtung China, da Händler und Raffinerien zunächst abwarten, wie die Regelung konkret umgesetzt wird.

Auch der Iran ist von neuen US-Sanktionen betroffen. Die Maßnahmen richten sich unter anderem gegen die chinesische Raffinerie Shouguang Luqing Petrochemical sowie gegen Schiffe, die iranisches Öl zu solchen unabhängigen Raffinerien in China transportieren. China zählt zu den Hauptabnehmern iranischen Rohöls.

Zusätzlich wurde die Stimmung an den Ölmärkten durch neue Daten des American Petroleum Institute gestützt. Diese zeigten, dass die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 4,6 Millionen Barrel gesunken sind – deutlich mehr als der von Analysten erwartete Rückgang von einer Million Barrel. Offizielle Regierungsdaten zur Entwicklung der Lagerbestände werden im Laufe des Tages veröffentlicht.

Trotz der aktuellen Preissteigerungen bleiben mögliche Auswirkungen der neuen US-Zölle auf die Weltwirtschaft ein hemmender Faktor für weitere Anstiege. Zudem wurde bekannt, dass die USA mit Russland und der Ukraine Vereinbarungen über eine vorübergehende Einstellung von Angriffen auf See und auf Energieziele getroffen haben. Im Gegenzug sagte Washington zu, sich für eine Lockerung bestimmter Sanktionen gegen Moskau einzusetzen. Beide Länder äußerten jedoch Zweifel an der Einhaltung dieser Vereinbarungen durch die jeweils andere Seite.

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