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Ölpreise steigen durch schwachen Dollar leicht an

Zölle, Konjunktursorgen und steigende US-Ölproduktion bremsen weitere Gewinne

Ölpreise steigen durch schwachen Dollar leicht an

Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt, gestützt durch einen schwächeren US-Dollar. Gleichzeitig wurden die Gewinne durch Sorgen über eine mögliche wirtschaftliche Abschwächung in den Vereinigten Staaten und die Auswirkungen neuer Zölle auf das globale Wachstum begrenzt. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um 51 Cent oder 0,7 Prozent auf 70,07 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 52 Cent oder 0,8 Prozent auf 66,77 US-Dollar je Barrel. Trotz eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds bleibt die Nachfrage nach Rohöl stabil, erklärte Daniel Hynes, leitender Rohstoffstratege bei ANZ.

Der Dollar-Index, der am Dienstag um 0,5 Prozent auf den tiefsten Stand des Jahres fiel, unterstützte die Rohölpreise, da Öl für Käufer mit anderen Währungen günstiger wurde. Priyanka Sachdeva, leitende Marktanalystin bei Phillip Nova, wies darauf hin, dass die Abwertung des Dollars die negativen Auswirkungen der globalen Konjunkturabschwächung zwar etwas ausgleiche, dieser Effekt jedoch nur von kurzer Dauer sein dürfte. Die Kurse an den US-Börsen, die ebenfalls Einfluss auf den Ölmarkt haben, fielen am Dienstag weiter. Dies setzte den Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort und verstärkte die Unsicherheit der Anleger, die sich über höhere Importzölle und eine getrübte Verbraucherstimmung besorgt zeigten.

Yeap Jun Rong, Marktstratege bei IG, betonte, dass die allgemeine Marktstimmung trotz der leichten Erholung weiterhin fragil bleibe. Die Entwicklung der Zölle sei noch unklar, und die anhaltenden Sorgen über das Wachstum in den USA dämpften die Erwartungen an eine nachhaltige Erholung. Die protektionistische Politik von US-Präsident Donald Trump habe die globalen Märkte erschüttert. Er hatte Zölle auf große Öllieferanten wie Kanada und Mexiko zunächst eingeführt, dann jedoch verschoben. Gleichzeitig erhöhte er die Einfuhrzölle auf chinesische Waren, was Vergeltungsmaßnahmen aus Peking nach sich zog.

Am Wochenende hatte Trump eine „Übergangsphase“ angekündigt und eine mögliche Rezession in den USA nicht ausgeschlossen. Währenddessen deutet sich an, dass die US-Ölproduktion in diesem Jahr stärker wachsen wird als bisher angenommen. Die US-Energiebehörde teilte am Dienstag mit, dass die durchschnittliche Rohölförderung im Jahr 2025 voraussichtlich 13,61 Millionen Barrel pro Tag erreichen werde. Marktteilnehmer warten zudem auf neue Inflationsdaten aus den USA, die am Mittwoch veröffentlicht werden sollen, um Hinweise auf die weitere Zinspolitik der Federal Reserve zu erhalten.

Die OPEC+ hat angekündigt, ihre Förderung im April zu erhöhen. In den Vereinigten Staaten nahmen die Rohölbestände in der Woche bis zum 7. März um 4,2 Millionen Barrel zu, wie aus Daten des American Petroleum Institute hervorgeht. Die offiziellen Regierungszahlen zur Entwicklung der US-Rohölreserven, die für Mittwoch erwartet werden, könnten weitere Impulse für den Handel liefern.

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