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Ölpreise steigen leicht trotz gemischter Marktlage

US-Sanktionen gegen Iran und OPEC+-Pläne treffen auf Hoffnung auf Friedensgespräche

Ölpreise steigen leicht trotz gemischter Marktlage

Die Ölpreise sind am Montag leicht gestiegen, während Anleger die Auswirkungen neuer US-Sanktionen gegen iranische Ölexporte und die laufenden Waffenstillstandsgespräche zwischen Russland und der Ukraine abwägen. Die Sorte Brent verteuerte sich bis 07:35 GMT um vier Cent auf 72,20 US-Dollar je Barrel. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate stieg um acht Cent beziehungsweise 0,1 Prozent auf 68,36 US-Dollar. Zuvor hatten die Preise im Tagesverlauf leicht nachgegeben.

Beide Rohölsorten hatten am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen und damit die zweite Woche in Folge mit einem Anstieg beendet. Die jüngsten Sanktionen gegen den Iran sowie der aktuelle Förderplan der OPEC+-Gruppe hatten die Erwartungen an ein knapperes Angebot auf dem Weltmarkt verstärkt. Die Marktstimmung gegenüber dem Ölpreis hat sich zuletzt verbessert. Neben einer technischen Gegenbewegung nach vorangegangenen Kursverlusten wird dies vor allem auf die erhöhten Versorgungsrisiken infolge der US-Sanktionen und auf die Hoffnung auf mildere US-Zölle zurückgeführt.

Durch die neuen US-Sanktionen, die sich auf einen privaten Raffineriebetrieb und mehrere Tanker richten, dürften iranische Öllieferungen nach China kurzfristig zurückgehen. Dies könnte die Transportkosten erhöhen. Händler gehen jedoch davon aus, dass Käufer Mittel und Wege finden werden, um zumindest einen Teil der Exporte weiterzuführen.

Gleichzeitig bleibt der Ausblick auf das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage uneinheitlich. Die Gespräche über einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland könnten die Aussicht auf steigende russische Ölexporte im Falle einer Einigung erhöhen. Hinzu kommt die geplante Produktionssteigerung der OPEC+ ab April, was auf eine zusätzliche Ausweitung des Angebots hindeutet.

Eine US-Delegation will bei einem Treffen mit russischen Vertretern am Montag Fortschritte in Richtung eines Waffenstillstands im Schwarzen Meer und eines umfassenderen Endes der Kämpfe in der Ukraine erzielen. Bereits am Sonntag hatten dazu Gespräche mit ukrainischen Diplomaten stattgefunden. Die Aussicht auf Fortschritte in den Friedensverhandlungen und eine mögliche Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl drückten zwischenzeitlich auf die Preise.

Gleichzeitig zeigen sich Investoren vorsichtig bei größeren Positionen, solange keine Klarheit über die Produktionsstrategie der OPEC+ über April hinaus besteht. Das Bündnis, bestehend aus der OPEC und verbündeten Staaten wie Russland, hatte zuletzt einen neuen Zeitplan veröffentlicht. Demnach sollen sieben Mitgliedsländer zusätzliche Förderkürzungen vornehmen, um Überschreitungen bisheriger Vereinbarungen auszugleichen. Seit 2022 hatte die OPEC+ schrittweise eine Reduzierung von 5,85 Millionen Barrel pro Tag beschlossen, was rund 5,7 Prozent des weltweiten Angebots entspricht. Ab April soll die Förderung um monatlich 138.000 Barrel pro Tag steigen.

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