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Ölpreise steigen leicht trotz globaler Unsicherheiten

Handelsstreit, OPEC+-Treffen und Iran-Krise belasten die Marktaussichten

 Ölpreise steigen leicht trotz globaler Unsicherheiten

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel leicht gestiegen, bleiben jedoch von Unsicherheiten geprägt. Der Ausgang der Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China wirft weiterhin Schatten auf die Aussichten für das globale Wachstum und die Nachfrage nach Treibstoff. Gleichzeitig belastet die Möglichkeit, dass OPEC+ ihre Fördermengen erhöht, die Märkte zusätzlich. Der Preis für Brent-Rohöl-Futures stieg um 22 Cent auf 67,09 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) um 24 Cent auf 63,26 US-Dollar pro Barrel zulegte.

Beide wichtigen Benchmarks verzeichneten damit den dritten Handelstag in Folge leichte Zugewinne. Händler beobachten die Situation aufmerksam, da einige Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Verbündeten (OPEC+) vorschlagen könnten, die Ölproduktion bei ihrem Treffen am 5. Mai zum zweiten Mal in Folge zu erhöhen. Die Aussicht auf ein Überangebot sowie Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Zollpolitik hatten dazu geführt, dass Brent und WTI in der vergangenen Woche um mehr als ein Prozent gefallen waren.

Verstärkt wird die Unsicherheit durch widersprüchliche Signale aus den Vereinigten Staaten und China über den Stand der Verhandlungen zur Beilegung des Handelsstreits. Während der US-Präsident Fortschritte in Aussicht stellte, erklärte das chinesische Außenministerium, dass keine Gespräche stattfänden. Auch US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte am Sonntag nicht, dass derzeit Verhandlungen geführt würden. Teilnehmer der Frühjahrsmeetings des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank äußerten zudem Zweifel an der klaren Linie der US-Regierung in Handelsfragen.

Parallel richten Investoren ihren Blick auf die laufenden Atomgespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Oman. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi äußerte sich äußerst vorsichtig bezüglich eines möglichen Erfolgs der Verhandlungen. Zusätzlich erschütterte eine schwere Explosion den wichtigsten iranischen Hafen Bandar Abbas, bei der nach Angaben staatlicher Medien mindestens 40 Menschen ums Leben kamen und über 1.200 verletzt wurden.

Auch die geopolitische Lage in Osteuropa bleibt im Fokus. Spitzenvertreter der US-Regierung drängten Russland und die Ukraine zu Fortschritten bei den Friedensgesprächen, nachdem der US-Präsident und der ukrainische Präsident am Samstag im Vatikan ein persönliches Treffen abgehalten hatten.

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