ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise steigen leicht wegen Lieferrisiken

Trumps Zölle auf Autos und Ölimporte verunsichern Märkte und bremsen Investitionen

Ölpreise steigen leicht wegen Lieferrisiken

Die Ölpreise sind leicht gestiegen, nachdem neue Risiken einer Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt bekannt wurden. Ursache dafür sind insbesondere die von den USA angedrohten Strafzölle auf Käufer von venezolanischem Rohöl sowie bereits zuvor verhängte Sanktionen gegen Importeure von iranischem Öl. Während Brent-Rohöl-Futures um sieben Cent beziehungsweise 0,1 Prozent auf 73,86 US-Dollar pro Barrel zulegten, stieg der Preis für US-amerikanisches West-Texas-Intermediate-Rohöl um zehn Cent oder 0,1 Prozent auf 69,75 US-Dollar je Barrel.

Bereits am Vortag hatten die Ölpreise um rund ein Prozent zugelegt. Ausschlaggebend dafür waren Regierungsdaten, die einen Rückgang der US-Rohöl- und Treibstofflagerbestände in der Vorwoche zeigten. Hinzu kam die Ankündigung möglicher US-Zölle auf Länder, die weiterhin venezolanisches Rohöl importieren. Marktbeobachter führen den jüngsten Preisanstieg vor allem auf diese Entwicklungen zurück. Laut Suvro Sarkar, Leiter des Energiesektors bei der DBS Bank, zählen die politischen Maßnahmen der Trump-Regierung in Bezug auf den Iran und Venezuela derzeit zu den größten Aufwärtsrisiken für die Ölpreise.

Nach Angaben von Brancheninsidern wird der indische Konzern Reliance Industries, Betreiber des weltweit größten Raffineriekomplexes, künftig keine venezolanischen Öllieferungen mehr entgegennehmen. Diese Entscheidung folgte unmittelbar auf die US-Ankündigung geplanter Strafzölle. Trotz der jüngsten Preisbewegungen gehen Analysten wie Sarkar jedoch nicht davon aus, dass die Ölpreise wieder das hohe Niveau vom Jahresanfang 2025 erreichen werden. Die anhaltende Unsicherheit über die US-Handelspolitik und mögliche neue Zollkonflikte belaste weiterhin die Nachfrageaussichten.

Zusätzlich analysierten Händler die möglichen Auswirkungen der jüngsten Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, ab der kommenden Woche einen 25-prozentigen Einfuhrzoll auf Autos und leichte Lastwagen zu erheben. Während ein Teil des Marktes davon ausgeht, dass steigende Fahrzeugpreise die Nachfrage nach Öl dämpfen könnten, vertreten andere Stimmen die Ansicht, dass dadurch die Umstellung auf kraftstoffsparende Fahrzeuge verlangsamt werde – was sich positiv auf den Ölverbrauch auswirken könnte. Laut Analyst Tony Sycamore von IG könnte diese Entwicklung dem Rohölmarkt sogar zugutekommen.

Unterdessen zeigte eine Umfrage der US-Notenbankfiliale in Dallas, dass die Öl- und Gasaktivitäten in den Vereinigten Staaten im ersten Quartal leicht zugenommen haben. Dennoch äußerten sich viele Führungskräfte aus der Energiebranche pessimistisch über die weitere Entwicklung, da zusätzliche Zölle auf Stahl und Aluminium die Kosten für Bohr- und Pipelineprojekte in die Höhe treiben könnten.

ÖlÖlpreisRohölÖlförderung

Disclaimer