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Ölpreise steigen nach Iran-Sanktionen und Lagerdaten

US-Lager schrumpfen deutlich, Hoffnung auf Entspannung im China-Handelsstreit wächst

Ölpreise steigen nach Iran-Sanktionen und Lagerdaten

Die Ölpreise haben ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Brent-Rohöl verteuerte sich um 55 Cent beziehungsweise 0,8 Prozent auf 67,99 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate legte um 54 Cent oder 0,9 Prozent zu und notierte bei 64,21 US-Dollar. Der Anstieg folgte auf neue US-Sanktionen gegen Iran und einen deutlichen Rückgang der US-Rohölvorräte.

Die Vereinigten Staaten verhängten am Dienstag neue Sanktionen gegen Seyed Asadoollah Emamjomeh, einen iranischen Geschäftsmann im Bereich Flüssiggas- und Rohöltransporte, sowie gegen dessen Unternehmensnetzwerk. Das US-Finanzministerium erklärte, Emamjomehs Netzwerk sei für den Transport iranischen Flüssiggases und Rohöls im Wert von mehreren Hundert Millionen US-Dollar in ausländische Märkte verantwortlich. Marktanalystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova äußerte, diese Maßnahmen hätten Besorgnis auf den Märkten ausgelöst.

Zusätzlich beflügelten Hoffnungen auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China die Rohölpreise. Präsident Donald Trump signalisierte am Dienstag eine weniger konfrontative Haltung gegenüber der US-Notenbank Federal Reserve. Nach mehreren Tagen kritischer Äußerungen gegen Fed-Chef Jerome Powell, weil dieser die Leitzinsen nicht gesenkt habe, nahm Trump davon Abstand, ihn entlassen zu wollen. Zudem stellte er niedrigere Zölle auf chinesische Einfuhren in Aussicht, sofern es zu einer Einigung mit Peking komme.

In den Vereinigten Staaten gingen die Rohölvorräte laut Marktkreisen in der vergangenen Woche um rund 4,6 Millionen Barrel zurück. Diese Angaben basierten auf Daten des American Petroleum Institute. Die offizielle Statistik der US-Regierung zum Lagerbestand wird für Mittwoch um 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit erwartet. Einer Umfrage von Reuters zufolge rechnen Analysten im Schnitt mit einem Rückgang der Vorräte um 800.000 Barrel.

Trump erklärte gegenüber Reportern, er werde sich bei den Verhandlungen mit China „freundlich“ zeigen. Die Zölle würden nach einem möglichen Deal deutlich sinken, allerdings nicht vollständig wegfallen. US-Finanzminister Scott Bessent äußerte bei einer geschlossenen Veranstaltung im Rahmen einer JP-Morgan-Konferenz, er rechne mit einer Entspannung im Handelskonflikt mit China. Die Gespräche hätten jedoch noch nicht begonnen und würden sich voraussichtlich in die Länge ziehen. Investoren hatten Handelszölle in der Vergangenheit als Belastung für das globale Wirtschaftswachstum und damit auch für die Rohölnachfrage bewertet.

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