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Ölpreise steigen nach OPEC+ Entscheidung

Gedämpfte Förderpläne und US-Daten beeinflussen Marktstimmung

Ölpreise steigen nach OPEC+ Entscheidung

Die Ölpreise haben zu Wochenmitte deutlich zugelegt, nachdem die Sorge vor einem Überangebot am Markt nachgelassen hat. Hintergrund ist die Entscheidung der Allianz aus der Organisation erdölexportierender Länder und verbündeten Förderstaaten, kurz OPEC+, die geplante Produktionssteigerung im kommenden Monat geringer ausfallen zu lassen als zuvor erwartet. Brent-Rohöl verteuerte sich um 48 Cent beziehungsweise 0,7 Prozent auf 65,93 US-Dollar je Barrel. Der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate stieg um 51 Cent oder 0,8 Prozent auf 62,24 US-Dollar.

Zuvor hatten die Preise kaum Veränderungen gezeigt, da Marktteilnehmer Anzeichen für ein mögliches Überangebot mit dem moderaten Produktionsanstieg der OPEC+ abgewogen hatten. Die Förderländer hatten sich am Wochenende auf eine Erhöhung um 137.000 Barrel pro Tag verständigt. Dies war die geringste Variante unter den diskutierten Optionen und blieb hinter den Erwartungen vieler Marktbeobachter zurück.

Analysten sprechen von einer Phase der Unsicherheit, in der sich die Ölpreise zwischen den gegensätzlichen Einschätzungen der Marktteilnehmer bewegen. Einerseits stehen die Befürchtungen im Raum, dass die globale Förderung schneller steigen könnte als die Nachfrage. Andererseits gehen einige Investoren davon aus, dass die Produktionsausweitung langsamer erfolgen wird als bislang angenommen. Einige Händler setzen weiterhin auf steigende Preise und halten entsprechende Positionen. Dabei spielt auch die anhaltende Begrenzung russischer Rohölexporte eine Rolle.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern begrenzt die jüngste Entwicklung am physischen Markt die Preisausschläge nach oben. Solange keine wachsenden Lagerbestände auf ein Überangebot hindeuten, wird der Einfluss der Produktionsausweitung von vielen Investoren als begrenzt angesehen. Gleichzeitig haben sich die Sorgen über mögliche Ausfälle russischer Lieferungen zuletzt abgeschwächt. In den vergangenen vier Wochen lagen die Rohölexporte Russlands auf dem höchsten Niveau seit 16 Monaten.

Ein weiterer Faktor für die Preisentwicklung ist die Entwicklung der US-Lagerbestände. Später am Mittwoch werden neue Daten der staatlichen Energiebehörde Energy Information Administration erwartet. Vorab hatte das American Petroleum Institute gemeldet, dass die landesweiten Rohölvorräte in der Woche bis zum 3. Oktober um 2,78 Millionen Barrel gestiegen seien. Im Gegensatz dazu nahmen die Bestände an Benzin und Destillaten im gleichen Zeitraum ab.

Die US-Ölförderung dürfte nach Einschätzung der Energiebehörde in diesem Jahr ein höheres Rekordniveau erreichen als bislang prognostiziert. Diese Entwicklung könnte die Angebotsseite zusätzlich beeinflussen und wird von Marktteilnehmern aufmerksam verfolgt.

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