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Ölpreise steigen nach US-China Zollpause

Hoffnung auf Handelsabkommen und Ukraine-Frieden treibt Märkte an

Ölpreise steigen nach US-China Zollpause

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen, nachdem die Vereinigten Staaten und China ihre Vereinbarung zur Aussetzung höherer Zölle verlängert haben. Die Entscheidung mildert die Sorge, dass eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt ihre Konjunkturen schwächen und damit auch die Nachfrage nach Treibstoff verringern könnte. Brent-Rohöl verteuerte sich um 26 Cent beziehungsweise 0,39 Prozent auf 66,89 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate legte um 22 Cent oder 0,34 Prozent auf 64,18 US-Dollar zu.

US-Präsident Donald Trump hatte die Zollpause mit China um weitere 90 Tage verlängert, wie ein Sprecher des Weißen Hauses mitteilte. Damit sollen vor allem die amerikanischen Einzelhändler entlastet werden, die sich auf das umsatzstarke Jahresendgeschäft vorbereiten. Die Verlängerung nährt die Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zwischen Washington und Peking, das einen nahezu vollständigen Handelsstopp verhindern könnte. Ein Scheitern würde das globale Wirtschaftswachstum bremsen und den Ölmarkt belasten.

Investoren richten ihren Blick auch auf das für den 15. August angesetzte Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska. Ziel der Unterredung ist die Beendigung des Kriegs in der Ukraine. Die Begegnung findet vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks aus den USA auf Moskau statt. Sollten keine Fortschritte erzielt werden, drohen schärfere Sanktionen gegen Abnehmer von russischem Öl wie China und Indien. Diese könnten die internationalen Ölströme empfindlich stören.

Laut dem Rohstoffstrategen Daniel Hynes von ANZ würde ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine das Risiko weiterer Unterbrechungen bei russischen Öllieferungen vom Markt nehmen. Trump hatte Moskau eine Frist bis vergangenen Freitag gesetzt, um einer Friedenslösung zuzustimmen, andernfalls sollten sekundäre Sanktionen gegen Käufer russischen Öls verhängt werden. Gleichzeitig forderte er Indien auf, seine Importe aus Russland zu reduzieren. Auch China wurde von Washington unter Druck gesetzt, auf den Kauf russischen Öls zu verzichten, andernfalls drohten zusätzliche Zölle.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Sanktionen umgesetzt werden, ist vor dem bevorstehenden Treffen zwischen Trump und Putin gesunken. Neben den geopolitischen Entwicklungen steht auch die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten an. Diese könnten Hinweise auf den künftigen Zinspfad der US-Notenbank liefern. Erwartet wird, dass ein mögliches Signal für eine baldige Zinssenkung den Ölpreisen zusätzlichen Auftrieb geben könnte.

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