ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise steigen vier Wochen in Folge

US-Sanktionen, Trumps Amtsantritt und Nahost-Entwicklung beeinflussen den Markt

Ölpreise steigen vier Wochen in Folge

Ölpreise verzeichnen die vierte Woche in Folge Gewinne, während Investoren die Auswirkungen neuer US-Sanktionen gegen Russland bewerten. Die Preise für Brent-Rohöl stiegen um 36 Cent oder 0,4 Prozent auf 81,65 US-Dollar pro Barrel. Im Laufe der Woche verzeichnete Brent einen Anstieg von insgesamt 2,4 Prozent. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 53 Cent oder 0,7 Prozent auf 79,21 US-Dollar pro Barrel zu und verzeichnete damit einen Wochengewinn von 3,5 Prozent.

Die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung unter Präsident Joe Biden zielten auf russische Ölproduzenten und Tanker ab. Analysten zufolge haben die Sanktionen Bedenken hinsichtlich möglicher Angebotsengpässe geschürt. Toshitaka Tazawa von Fujitomi Securities erklärte, dass neben den Versorgungsängsten auch Erwartungen an eine wirtschaftliche Erholung in den USA, möglicherweise gestützt durch Zinssenkungen, den Markt unterstützten.

Investoren beobachten zudem mögliche wirtschaftspolitische Veränderungen, die mit dem Amtsantritt von Donald Trump in der kommenden Woche einhergehen könnten. Der designierte Finanzminister in Trumps Kabinett kündigte härtere Sanktionen gegen den russischen Ölsektor an. Analysten zufolge halten sich die Marktteilnehmer derzeit jedoch mit konkreten Einschätzungen zurück und warten auf erste Entscheidungen der neuen US-Regierung.

Zusätzliche Unterstützung für den Ölmarkt kam von der Hoffnung auf eine steigende Nachfrage. In den Vereinigten Staaten, der größten Volkswirtschaft der Welt, haben aktuelle Daten auf eine nachlassende Inflation hingewiesen, was Spekulationen über baldige Zinssenkungen verstärkte. Auch in China, dem weltweit größten Ölimporteur, stieg das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um fünf Prozent und erfüllte damit die wirtschaftlichen Zielvorgaben der Regierung.

Gleichzeitig lasteten Entwicklungen im Nahen Osten auf den Ölpreisen. Die erwartete Waffenruhe zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation Hamas könnte dazu beitragen, Angriffe der jemenitischen Houthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer zu reduzieren. Diese Angriffe hatten über ein Jahr lang globale Handelsrouten gestört und dazu geführt, dass viele Schiffe längere und kostspieligere Umwege um die Südspitze Afrikas nehmen mussten. Die israelische Regierung steht vor einer Entscheidung über ein Abkommen mit der Hamas, das eine Waffenruhe in Gaza zum Ziel hat.

ÖlÖlpreisOPEC+

Disclaimer