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Ölpreise steigen wegen möglicher Israel-Iran-Eskalation

Sorge um Versorgungslage und Hormonadelengpass belastet den Markt zusätzlich

Ölpreise steigen wegen möglicher Israel-Iran-Eskalation

Die Ölpreise sind am Mittwoch um mehr als ein Prozent gestiegen, nachdem Berichte über eine mögliche israelische Attacke auf iranische Nuklearanlagen bekannt wurden. Diese Meldungen schürten Sorgen über eine mögliche Unterbrechung der Ölversorgung in der ölreichen Region des Nahen Ostens. Der Brent-Rohölpreis für Juli erhöhte sich um 97 Cent beziehungsweise 1,5 Prozent auf 66,35 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) für Juli stieg um 96 Cent oder 1,6 Prozent auf 62,99 US-Dollar. Der Juni-Kontrakt für WTI war am Vortag mit 62,56 US-Dollar ausgelaufen.

Laut einem Bericht des US-Nachrichtensenders CNN deutet neue Geheimdienstinformation darauf hin, dass Israel einen Angriff auf iranische Nuklearanlagen vorbereite. Mehrere mit der Angelegenheit vertraute US-Beamte hätten dies bestätigt. Ob Israels politische Führung bereits eine endgültige Entscheidung getroffen habe, sei laut CNN jedoch unklar geblieben. Analysten von ING erklärten, eine Eskalation dieses Ausmaßes könne nicht nur die Ölversorgung aus dem Iran gefährden, sondern auch größere Teile der Region betreffen.

Der Iran ist innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) der drittgrößte Produzent. Ein militärischer Angriff Israels könnte demnach Auswirkungen auf die Öllieferungen aus dem Land haben. Darüber hinaus besteht die Sorge, dass der Iran als Reaktion die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus blockieren könnte. Durch diese strategisch bedeutende Wasserstraße werden unter anderem Rohöl und Treibstoffe aus Saudi-Arabien, Kuwait, dem Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten exportiert.

Zwischen den USA und dem Iran fanden in diesem Jahr mehrere Gesprächsrunden über das iranische Atomprogramm statt. Die Regierung von Präsident Donald Trump verfolgt dabei weiterhin eine Sanktionspolitik, um den Iran zum Verzicht auf seine nuklearen Ambitionen zu bewegen. Trotz der laufenden Verhandlungen machten US-Offizielle sowie Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei am Dienstag deutlich, dass beide Seiten bislang keine Annäherung erzielt haben.

Ein Anzeichen für ein besseres Angebot am Ölmarkt zeigt sich unterdessen in den Lagerdaten der USA. Dort sind die Rohölbestände in der Woche bis zum 16. Mai um 2,5 Millionen Barrel gestiegen, wie Marktquellen unter Berufung auf Zahlen des American Petroleum Institute berichteten. Die offiziellen Regierungsdaten der US-Energiebehörde werden später am Tag erwartet. Zudem wurde bekannt, dass Kasachstan seine Ölproduktion im Mai um zwei Prozent erhöht hat, trotz des Drucks der OPEC+, die Fördermenge zu senken.

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