ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise steigen wegen Nahost-Konflikt und China-Politik

US-Militärschläge, Chinas Konjunkturmaßnahmen und geopolitische Spannungen treiben die Märkte

Ölpreise steigen wegen Nahost-Konflikt und China-Politik

Ölpreise sind am Dienstag um mehr als ein Prozent gestiegen und haben damit den höchsten Stand seit Monatsbeginn erreicht. Die Entwicklung wurde durch geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten sowie durch wirtschaftliche Anreize der chinesischen Regierung gestützt. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 84 Cent oder 1,2 Prozent auf 71,91 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte ebenfalls um 84 Cent oder 1,2 Prozent auf 68,42 US-Dollar je Barrel zu.

Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Ölpreise war die Ankündigung von Donald Trump, den militärischen Druck auf die Huthi-Rebellen im Jemen aufrechtzuerhalten, solange diese weiterhin Angriffe auf Schiffe im Roten Meer verübten. Trump erklärte zudem, dass er Iran für jegliche Angriffe der Huthi-Miliz verantwortlich machen werde. Gleichzeitig intensivierte sich die militärische Lage im Gazastreifen, wo nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbehörden durch israelische Luftangriffe mindestens 200 Menschen ums Leben kamen. Die Angriffe folgten auf ein Scheitern der Verhandlungen über eine Verlängerung der im Januar beschlossenen Waffenruhe.

Marktanalysten wiesen zusätzlich auf wirtschaftliche Entwicklungen in China hin, die zur Stabilisierung der Ölpreise beitrugen. Die chinesische Regierung kündigte Maßnahmen zur Ankurbelung des Konsums an, darunter Einkommenssteigerungen und Subventionen für Kinderbetreuung. Zudem zeigten offizielle Daten, dass der Rohölverbrauch in China im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen war. Der Anstieg wurde durch die Inbetriebnahme einer neuen Raffinerie sowie die erhöhte Reisetätigkeit während des chinesischen Neujahrsfestes begünstigt.

Ein Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wies darauf hin, dass die von Trump verhängten Zölle das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko bremsen und sich negativ auf die globale Energienachfrage auswirken könnten. Analysten von Westpac erklärten, dass ein steigendes Angebot auf dem Ölmarkt sowie die Auswirkungen von Handelskonflikten mittelfristig zu einem Rückgang der Preise auf ein Niveau von etwa 60 US-Dollar pro Barrel führen könnten.

Zusätzlich zur steigenden Ölproduktion weltweit plant das venezolanische Staatsunternehmen PDVSA, trotz des in Kürze auslaufenden Lizenzabkommens mit Chevron, weiterhin Öl zu fördern und zu exportieren. Interne Unternehmensdokumente zeigten, dass drei verschiedene Szenarien für die Fortsetzung der Produktion entwickelt wurden. In den kommenden Wochen dürften auch politische Entwicklungen Einfluss auf die Märkte haben. Gespräche zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs standen im Mittelpunkt des Marktinteresses. Investoren spekulierten darauf, dass eine Friedenslösung mit einer Lockerung der Sanktionen gegen Russland verbunden sein könnte, was eine Rückkehr russischer Öllieferungen auf den Weltmarkt ermöglichen würde.

ÖlÖlpreisBrent ÖlRohöl

Disclaimer