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Ölpreise treten vor Gipfel auf der Stelle

Anleger warten auf US-Lagerdaten und mögliche Entspannung im Russland-Ukraine-Konflikt

Ölpreise treten vor Gipfel auf der Stelle

Die Ölpreise verharrten am Mittwoch nahezu unverändert, während Anleger auf klare Signale aus den bevorstehenden US-Lagerbestandsdaten warteten und den anstehenden Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin im Blick behielten. Brent-Rohöl notierte am Morgen in Asien bei 66,12 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate um 6 Cent auf 63,11 US-Dollar nachgab. Bereits am Vortag hatten beide Kontrakte schwächer geschlossen.

Das Treffen zwischen Trump und Putin soll am Freitag in Alaska stattfinden und steht im Zeichen der Bemühungen um ein Ende des seit Februar 2022 andauernden Krieges in der Ukraine, der die globalen Ölmärkte erheblich beeinflusst hat. Marktbeobachter sprachen von einer abwartenden Haltung der Investoren, da ein mögliches Abkommen zwischen den beiden Staatschefs das Risiko weiterer Sanktionen verringern könnte.

Parallel richten sich die Blicke der Anleger auf die offiziellen Daten der US-Energiebehörde EIA, die später am Mittwoch veröffentlicht werden. Bereits ein Branchenbericht des American Petroleum Institute hatte für die vergangene Woche einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 1,52 Millionen Barrel gemeldet. Während die Benzinreserven zurückgingen, legten die Vorräte an Destillaten leicht zu. Sollten auch die EIA-Daten auf einen Rückgang hinweisen, könnte dies bedeuten, dass die sommerliche Nachfragespitze im US-Straßenverkehr erreicht ist und Raffinerien ihre Produktion zurückfahren.

Analysten erwarten laut einer Reuters-Umfrage hingegen, dass die staatlichen Zahlen einen Rückgang der Rohölvorräte um rund 300.000 Barrel zeigen. Die saisonal starke Nachfragephase in den USA reicht üblicherweise von Ende Mai bis Anfang September.

Zusätzlich lasteten aktuelle Prognosen von OPEC und EIA auf den Preisen. Beide Organisationen gehen zwar für dieses Jahr von steigender Produktion aus, erwarten jedoch 2026 einen Rückgang der US-Ölförderung, während andere Regionen ihre Öl- und Gasproduktion erhöhen dürften. Die EIA rechnet 2025 mit einem Rekordwert von 13,41 Millionen Barrel pro Tag in den USA, getrieben durch höhere Produktivität, bevor sinkende Preise im Jahr darauf zu einem Rückgang führen sollen.

Die OPEC prognostiziert für 2026 einen Anstieg der weltweiten Ölnachfrage um 1,38 Millionen Barrel pro Tag, 100.000 Barrel mehr als bislang erwartet. Für 2025 bleibt die Nachfrageprognose unverändert.

Das Weiße Haus dämpfte unterdessen die Erwartungen an eine schnelle Einigung zwischen Russland und der Ukraine. Trump selbst erklärte, er rechne nicht mit einem unmittelbaren Durchbruch. Beobachter verweisen dennoch auf nachlassende Befürchtungen neuer Sanktionen gegen russisches Öl.

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