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Ölpreise unter Druck durch politische Unsicherheiten

Zölle und Irak-Exportwiederaufnahme belasten die Märkte und dämpfen Investorenvertrauen

Ölpreise unter Druck durch politische Unsicherheiten

Die Ölpreise sind am Freitag um mehr als 1 % gefallen und steuerten auf den ersten monatlichen Rückgang seit November zu. Dies geschah, während die Märkte sich auf die angekündigten Zollbedrohungen aus Washington und die Entscheidung des Irak, die Ölexporte aus der kurdischen Region wieder aufzunehmen, vorbereiteten. Die Unsicherheit bezüglich der Produktionspläne von OPEC+ für April sowie die anhaltenden Friedensgespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs belasteten ebenfalls das Vertrauen der Investoren.

Die aktiveren Brent-Rohöl-Futures für Mai fielen um 88 Cent oder 1,20 % auf 72,69 US-Dollar pro Barrel. Die US-West-Texas-Intermediate-Rohöl-Futures lagen bei 69,36 US-Dollar pro Barrel, was einen Rückgang von 99 Cent oder 1,41 % darstellt. Der Frontmonat Brent, der am Freitag ausläuft, handelte bei 73,09 US-Dollar, was einen Rückgang von 95 Cent bedeutete. Beide Benchmarks waren auf dem Weg, ihren ersten monatlichen Rückgang in drei Monaten zu verzeichnen.

In den nächsten Stunden wird der Irak die Wiederaufnahme der Ölexporte aus der semi-autonomen Kurdistan-Region durch die Pipeline Irak-Türkei bekannt geben, wie eine Erklärung des irakischen Ölministeriums verlauten ließ. Der Irak wird täglich 185.000 Barrel über den staatlichen Ölmarketer SOMO exportieren, wobei die Menge schrittweise steigen soll. Dies wirft Fragen auf, wie der Irak seine Verpflichtungen innerhalb der OPEC+ einhalten wird, da das Land bereits regelmäßig über seiner Quota produziert hat.

OPEC+ debattiert derzeit, ob die Ölförderung im April wie geplant erhöht werden soll oder ob die Produktion eingefroren bleibt, da die Mitglieder Schwierigkeiten haben, die globale Angebotslage zu beurteilen. Zudem wird erwartet, dass die steigende Unsicherheit über energiepolitische Maßnahmen, die von der Trump-Administration angekündigt wurden, die Märkte belastet. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass seine vorgeschlagenen Zölle von 25 % auf Waren aus Mexiko und Kanada sowie ein zusätzlicher Aufschlag von 10 % auf chinesische Importe ab dem 4. März in Kraft treten werden. Händler reduzierten ihre Risiken aufgrund der steigenden Volatilität, die durch den intensiveren Zollkrieg, insbesondere gegen China, ausgelöst wurde. Diese Entwicklungen erhöhten die Befürchtungen hinsichtlich der globalen Nachfrage.

Trotz dieser Bedenken stiegen die Ölpreise am Donnerstag um mehr als 2 %, da erneut Besorgnis über das Angebot aufkam, nachdem Trump eine Lizenz der US-Ölfirma Chevron widerrufen hatte, um in Venezuela zu operieren. Dies könnte zu einer neuen Vereinbarung zwischen Chevron und dem staatlichen Unternehmen PDVSA führen, um Rohöl an andere Ziele als die USA zu exportieren.

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