Ofcom untersucht Meta wegen unvollständiger WhatsApp-Daten
Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat eine Untersuchung gegen Meta eingeleitet. Der Konzern soll bei einer Marktprüfung unvollständige Informationen zu WhatsApp geliefert haben.

Die britische Telekommunikationsaufsicht Ofcom nimmt Meta Platforms ins Visier. Grund ist der Verdacht, dass der US-Technologiekonzern im Rahmen einer Marktuntersuchung möglicherweise unvollständige oder fehlerhafte Informationen zu seinem Messengerdienst WhatsApp bereitgestellt hat.
Marktprüfung zu Business-SMS
Ofcom hatte im vergangenen Jahr den Großhandelsmarkt für Geschäftsnachrichten im Massenversand untersucht. Dieser Markt umfasst sogenannte Business Bulk SMS, die Unternehmen für automatisierte Benachrichtigungen nutzen – etwa für Terminbestätigungen, Lieferstatus oder Authentifizierungscodes.
Die Behörde erklärte, dass verfügbare Beweise darauf hindeuten, die von Meta erhaltenen Daten seien "möglicherweise nicht vollständig und korrekt" gewesen. Die nun eingeleitete Untersuchung soll klären, ob Meta seinen Informationspflichten gegenüber der Regulierungsbehörde nachgekommen ist.
Meta sichert Kooperation zu
Ein Sprecher von Meta betonte in einer Stellungnahme, das Unternehmen nehme seine regulatorischen Verpflichtungen sehr ernst. Man stelle "erhebliche Ressourcen" für die Beantwortung von Informationsanfragen bereit und werde "mit Ofcom bei seiner Untersuchung kooperieren".
Bedeutung für den Messaging-Markt
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Zur AktienanalyseDie Untersuchung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Messaging-Dienste wie WhatsApp zunehmend auch für geschäftliche Kommunikation genutzt werden. WhatsApp Business ermöglicht Unternehmen bereits den direkten Kundenkontakt und konkurriert damit mit traditionellen SMS-Diensten.
Für Meta könnte die Untersuchung bei einer negativen Bewertung zu Sanktionen führen. Ofcom hat weitreichende Befugnisse und kann bei Verstößen gegen Informationspflichten erhebliche Bußgelder verhängen.


