Ölpreis steigt nach Huthi-Angriff auf saudi-arabische Tanker
Huthi-Rebellen greifen zwei Tanker im Roten Meer an – Brent klettert auf fast 96 Dollar pro Barrel.

Der Ölpreis hat seine Rally deutlich ausgeweitet, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen haben. Der Vorfall verschärft den Nahostkonflikt und schürt Sorgen vor weitreichenden Versorgungsunterbrechungen auf einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Anleger reagierten prompt auf die Eskalation.
Rohöl der Sorte Brent legte um bis zu 2,6 Prozent zu und notierte nahe 96 US-Dollar pro Barrel. Bereits in der vorangegangenen Handelssitzung hatte Brent auf einem Sechswochenhoch geschlossen. Die US-amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg derweil über die Marke von 88 US-Dollar pro Barrel.
Raketen und Drohnen auf Encelia und Layla
Die Huthi-Rebellen gaben an, Raketen und Drohnen auf die beiden Schiffe abgefeuert zu haben. Als Begründung nannten sie einen angeblichen Verstoß der Tanker gegen eine von ihnen verhängte Blockade. Die betroffenen Schiffe wurden von den Huthis als Encelia und Layla identifiziert.
Das Rote Meer ist eine strategisch bedeutsame Wasserstraße für den globalen Energiehandel. Über den Suezkanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, werden erhebliche Mengen an Rohöl und Flüssigerdgas transportiert. Angriffe auf Tanker in dieser Region können daher unmittelbar auf die globalen Energiemärkte durchschlagen und Lieferketten empfindlich stören.
Nahostkonflikt als Treiber der Ölpreisrally
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Zur AktienanalyseDie Huthi-Rebellen aus dem Jemen haben in den vergangenen Monaten wiederholt Schiffe im Roten Meer angegriffen und dabei auf den Nahostkonflikt verwiesen. Die Gruppe wird vom Iran unterstützt, was die geopolitische Dimension der Angriffe zusätzlich verstärkt. Für Rohölmärkte bedeutet jede neue Eskalation in der Region ein erhöhtes Risiko für die Versorgungssicherheit.
Für deutsche Privatanleger und Energieverbraucher sind steigende Ölpreise von unmittelbarer Relevanz. Höhere Rohölnotierungen wirken sich erfahrungsgemäß auf Kraftstoffpreise, Heizkosten und die Produktionskosten energieintensiver Industrien aus. Die aktuelle Entwicklung an den Ölmärkten dürfte daher auch hierzulande aufmerksam verfolgt werden.


