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Ölpreise fallen nach US-Freigabe für iranische Rohölverkäufe

Die USA erlauben dem Iran erstmals seit Jahrzehnten wieder Ölverkäufe in US-Dollar – auch an amerikanische Käufer.

Ölpreise fallen nach US-Freigabe für iranische Rohölverkäufe

Die Ölpreise sind am Montag deutlich gefallen, nachdem die USA den Weg für den Iran freigemacht haben, Rohöl erstmals seit Jahrzehnten wieder in US-Dollar zu verkaufen – auch an amerikanische Käufer. Brent-Rohöl verlor 3,3 Prozent und fiel auf knapp unter 78 US-Dollar pro Barrel. Der Schritt signalisiert erhebliche Fortschritte in den laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran.

Vizepräsident JD Vance erklärte, iranische Regierungsvertreter hätten zugestimmt, bereits in dieser Woche wieder Atominspektoren ins Land zu lassen. Dies gilt als bedeutendes Zugeständnis des Irans und nährt die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Konflikts. Die Aussicht auf mehr iranisches Öl am Weltmarkt drückte entsprechend auf die Preise.

Uneinheitliche Aktienmärkte – Nasdaq unter Druck

Die wichtigsten US-Aktienindizes schlossen am Montag uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,3 Prozent, während der S&P 500 um 0,4 Prozent und der technologielastige Nasdaq um 1,3 Prozent nachgaben. Belastet wurde der Markt vor allem durch Verluste bei Technologiewerten.

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten über die Marke von 4,5 Prozent. Anleger wetten demnach darauf, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr anheben wird, um dem durch den Iran-Krieg angeheizten Preisdruck entgegenzuwirken. Steigende Anleiherenditen belasten typischerweise Wachstumswerte wie Technologieaktien besonders stark.

Alphabet unter Druck: KI-Talente verlassen Google DeepMind

Die Aktien von Alphabet, der Muttergesellschaft von Google, verloren am Montag 5 Prozent. Es war der erste Handelstag, nachdem bekannt wurde, dass John Jumper – ein führender Forschungswissenschaftler und Nobelpreisträger – Google DeepMind verlässt und zum Konkurrenten Anthropic wechselt. Die Nachricht folgte kurz auf die Ankündigung, dass ein weiterer KI-Star, Noam Shazeer, zu OpenAI gewechselt ist. Der Abgang hochkarätiger KI-Forscher weckt bei Investoren Bedenken über Googles Wettbewerbsposition im Rennen um die KI-Vorherrschaft.

SpaceX, das von Elon Musk kontrollierte Raumfahrtunternehmen, verzeichnete den dritten Handelstag in Folge starke Verluste. Die Aktie büßte am Montag weitere 16 Prozent ein und ist seit ihrem Höchststand am 16. Juni – dem dritten Handelstag nach dem Börsengang – bereits um 23 Prozent gefallen. Dennoch notiert das Papier weiterhin über seinem IPO-Preis. Zudem kündigte SpaceX am Montag seine erste Anleiheemission an, deren Erlös zur Schuldentilgung verwendet werden soll.

Microsoft-Chef Nadella kritisiert KI-Giganten scharf

Microsoft-Chef Satya Nadella meldete sich mit deutlicher Kritik an der Entwicklung des KI-Wettbewerbs zu Wort. In einem Interview mit dem Wall Street Journal übte er scharfe Kritik daran, dass eine kleine Gruppe von Unternehmen den Wert der KI-Technologie abschöpfe, während sie gleichzeitig düstere Warnungen über Sicherheitsrisiken und Arbeitsplatzverluste verbreite und enorme Ressourcen für grenzenlose Expansion beanspruche. „Man kann nicht sagen: 'Hey, alle Büroberufe sind verschwunden, und das hier könnte sogar eine Waffe sein, und wir werden die gesamte Macht nutzen, um Rechenzentren zu bauen'", zitierte das Wall Street Journal den Microsoft-Chef. Die Öffentlichkeit, so Nadella, werde es nicht tolerieren, dass nur wenige Modelle und Unternehmen „das gesamte Lernen für die Welt übernehmen".

Ebenfalls für Aufsehen sorgte der Tod von Alan Greenspan im Alter von 100 Jahren. Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve wurde fünfmal von vier verschiedenen Präsidenten beider Parteien ernannt und gilt als eine der prägendsten Figuren der modernen Geldpolitik. Das Wall Street Journal würdigte ihn in seinem Nachruf als jemanden, der „die Rolle des Zentralbankers transzendiert" habe, wies aber auch darauf hin, dass die globale Finanzkrise von 2008 bis 2009 seine Aura technokratischer Omnipotenz relativiert habe.

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