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Ölpreise fallen wegen möglicher Zinserhöhung der Fed

Ölpreisentwicklung: Auswirkungen von potenziellen Fed-Zinserhöhungen auf den Markt

Ölpreise fallen wegen möglicher Zinserhöhung der Fed

Die Ölpreise sanken am heutigen Mittwoch leicht, da der Markt die möglichen Zinserhöhungen der Federal Reserve abwog, die das Wachstum verlangsamen und den Ölverbrauch dämpfen könnten. Die fallenden US-Bestände und starken chinesischen Wirtschaftsdaten konnten diesen Trend nicht ausgleichen. Der Preis für Brent-Rohöl-Futures sank um 7 Cent auf 84,70 Dollar pro Barrel, während das US-Rohöl West Texas Intermediate um 5 Cent auf 80,81 Dollar pro Barrel fiel.

Der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, sagte am Dienstag, dass die US-Notenbank wahrscheinlich noch eine Zinserhöhung plant, um die Inflation zu bekämpfen. Die Märkte preisen eine 86%ige Chance ein, dass die Fed die Zinsen bei der Sitzung im Mai um 25 Basispunkte erhöhen wird. Eine solche Erhöhung würde das Wachstum verlangsamen und den Verbrauch von Öl beeinträchtigen.

Obwohl die U.S.-Bestände an Rohöl in der Woche bis zum 14. April um etwa 2,68 Millionen Barrel gesunken sind, fielen die Preise trotzdem, da Investoren unsicher waren, ob die Fed die Zinsen erhöhen wird. Der offizielle Inventarbericht der Energy Information Administration, dem statistischen Arm des US-Energieministeriums, wird um 14:30 Uhr GMT am Mittwoch veröffentlicht.

Während die chinesische Wirtschaft im ersten Quartal um 4,5% schneller als erwartet gewachsen ist, sind die Margen für Diesel- und Flugzeugtreibstoff aufgrund von Nachfrageeinbrüchen und steigenden Produktlieferungen in Asien und Europa schwach. Infolgedessen setzen asiatische Raffinerien immer noch auf russisches Rohöl im April. Indien und China haben bislang im April den Großteil des russischen Öls zu Preisen über der westlichen Preisgrenze von 60 Dollar pro Barrel gekauft, so Händler und Reuters-Berechnungen.

Experten von ANZ Research erwarten eine positive Auswirkung des chinesischen Wirtschaftswachstums auf die Nachfrage nach Rohöl in den kommenden Monaten. Allerdings drücken die Zinsspekulationen der Fed und die sinkenden Raffineriemargen auf die Preise von Rohöl. Anleger werden die Zinssitzung im Mai genau im Auge behalten und beobachten, ob sich die Inflation weiter erhöht.

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