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OMV übertrifft Gewinnerwartungen im dritten Quartal

Chemiesparte treibt Ergebnis trotz sinkender Energiepreise und Produktionsrückgänge an

OMV übertrifft Gewinnerwartungen im dritten Quartal

Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im dritten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen. Das Unternehmen profitierte insbesondere von einer stärkeren Nachfrage nach Treibstoffen und Chemikalien. OMV erzielte ein bereinigtes Betriebsergebnis von 1,262 Milliarden Euro, während Analysten im Durchschnitt mit 1,17 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Wert basiert auf den aktuellen Beschaffungskosten und schließt Einmaleffekte sowie kurzfristige Lagerbewertungsgewinne oder -verluste aus.

Die Chemiesparte, die als Wachstumstreiber des Unternehmens gilt und eine zentrale Rolle beim schrittweisen Übergang zu weniger umweltschädlichen Geschäftsbereichen spielt, zeigte eine deutliche Verbesserung. Sie erreichte im dritten Quartal ein bereinigtes Betriebsergebnis von 222 Millionen Euro, was einem Anstieg von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Segment produziert unter anderem Kunststoffe und Vorprodukte, die in Gas- und Wasserrohren, Autoteilen und medizinischen Spritzen verwendet werden.

Der Gesamtumsatz aus den fortgeführten Aktivitäten verringerte sich im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 6,26 Milliarden Euro. Als Hauptgrund nennt OMV geringere Absatzmengen in Teilen des Energiesegments. Die Energieproduktion sank um 8 Prozent, was vor allem auf den Verkauf des Gemeinschaftsunternehmens SapuraOMV zurückzuführen ist.

Im Energiesektor verzeichnete das Unternehmen rückläufige Durchschnittspreise. OMV hatte bereits Anfang Oktober darauf hingewiesen, dass die durchschnittlichen Erdgaspreise im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um rund 6 Prozent gesunken seien. Trotz dieses Preisrückgangs konnte der Konzern aufgrund der stabilen Entwicklung in der Chemiesparte seine Gesamtergebnisse verbessern. Das Unternehmen mit Sitz in Wien sieht darin eine Bestätigung seiner strategischen Ausrichtung auf nachhaltigere Geschäftsbereiche, während gleichzeitig das klassische Energiegeschäft weiter optimiert wird.

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