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Opec+ lässt Förderquoten für 2026 unverändert

Kapazitätsmechanismus soll Grundlage für Quoten ab 2027 schaffen

Opec+ lässt Förderquoten für 2026 unverändert

Die in der Opec+ zusammengeschlossenen ölproduzierenden Staaten haben sich darauf verständigt, ihre bestehenden Förderquoten für das Jahr 2026 unverändert zu lassen. Die Gruppe veröffentlichte diese Entscheidung nach internen Beratungen, die vor dem Hintergrund eines spürbaren Preisrückgangs auf den internationalen Ölmärkten geführt worden waren. Darüber hinaus teilte die Organisation mit, dass die Mitglieder einen Mechanismus zur Bewertung ihrer maximalen Förderkapazitäten vereinbart haben. Dieser soll künftig ab 2027 als Grundlage für die Festlegung der Quoten dienen und damit eine strukturell einheitliche Basis für die Kapazitätsbewertung schaffen.

In einem weiteren Treffen legten acht Staaten der Opec+ grundsätzlich fest, dass sie die im laufenden Jahr verfolgte Pause bei der Anhebung ihrer Fördermengen auch im ersten Quartal 2026 beibehalten wollen. Dies geht aus Berichten von Opec+-Kreisen und einer mit den Gesprächen vertrauten Person hervor. Nach Angaben der Organisation reagiert die Gruppe damit auf den Ölpreisrückgang, der sich in den vergangenen Monaten verstärkt hatte. Die Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei etwa 63 Dollar pro Barrel und verzeichnet damit seit Jahresbeginn einen Wertverlust von rund 15 Prozent.

Die Opec+ fördert etwa die Hälfte des weltweit produzierten Erdöls und hatte bereits umfangreiche Kürzungen umgesetzt, die rund 3,24 Millionen Barrel pro Tag betreffen. Diese Maßnahmen bleiben von dem aktuellen Beschluss unberührt. Hintergrund der nun vereinbarten Schritte ist unter anderem ein seit Jahren bestehender Konflikt über die tatsächlichen Förderkapazitäten verschiedener Mitgliedstaaten. Einige Länder, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, haben ihre Kapazitäten in den vergangenen Jahren erhöht und streben deshalb höhere Quoten an. Andere Mitglieder, insbesondere mehrere afrikanische Staaten, verzeichnen dagegen rückläufige Kapazitäten, lehnen jedoch eine Reduzierung ihrer bestehenden Quoten ab.

Diese unterschiedlichen Interessen führten innerhalb der Organisation zu wiederholten Spannungen. Im Jahr 2024 hatte dieser Streit sogar zum Austritt Angolas aus der Opec geführt. Die Opec+ setzt sich aus den Mitgliedern der Organisation erdölexportierender Länder und weiteren Partnern zusammen, zu denen insbesondere Russland gehört. Die aktuelle Einigung gilt daher auch als Versuch, Stabilität innerhalb der Gruppe zu wahren und klare Maßstäbe für künftige Entscheidungen zu etablieren.

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