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OPEC+ plant nächste Fördererhöhung im November

Preisanstieg und Drohnenangriffe auf Russland treiben Entscheidung voran

OPEC+ plant nächste Fördererhöhung im November

OPEC+ bereitet eine weitere Erhöhung der Ölproduktion vor und reagiert damit auf gestiegene Preise am Weltmarkt. Nach Angaben mehrerer mit den Gesprächen vertrauter Personen soll bei der nächsten Sitzung am Sonntag eine Ausweitung der Fördermenge um mindestens 137.000 Barrel pro Tag beschlossen werden. Damit setzt die Allianz ihre Strategie fort, Marktanteile zurückzugewinnen, nachdem sie im April eine Phase umfangreicher Produktionskürzungen beendet hatte.

Seit dem Frühjahr hat OPEC+ die Förderquoten bereits um mehr als 2,5 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Das entspricht etwa 2,4 Prozent der weltweiten Nachfrage. Zuvor war das Bündnis aus der Organisation erdölexportierender Länder, Russland und weiteren Partnern monatelang auf einen restriktiven Kurs eingeschwenkt, um die Preise zu stützen. Unter anderem auf Druck des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte die Gruppe ihre Haltung geändert und begonnen, das Angebot auszuweiten, um Preissteigerungen zu bremsen.

Über die November-Fördermengen werden acht Mitgliedsstaaten am 5. Oktober in einer Online-Sitzung entscheiden. Die Allianz ist für rund die Hälfte der globalen Ölproduktion verantwortlich. Weder die OPEC-Zentrale noch saudische Behörden gaben auf Anfrage zunächst eine Stellungnahme ab.

Der Ölpreis, der zu Jahresbeginn noch über 80 Dollar pro Barrel lag, bewegt sich seit April in einer Spanne zwischen 60 und 70 Dollar. Zum Wochenschluss stieg der Preis erstmals seit dem 1. August wieder über die Marke von 70 Dollar. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien und Exportterminals in Russland, die zu Lieferausfällen bei einem der größten Ölexporteure weltweit führten.

In ihrer Hochphase hatten die OPEC+-Länder ihre Produktion um insgesamt 5,85 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt. Diese Kürzungen setzten sich aus drei Teilen zusammen: freiwilligen Einsparungen von 2,2 Millionen Barrel, weiteren 1,65 Millionen Barrel durch acht Mitglieder sowie einem kollektiven Rückgang der Gesamtgruppe um 2 Millionen Barrel.

Zum Ende des Septembers wollen die Förderländer den ersten Teil dieser Reduktionen vollständig zurücknehmen. Für Oktober wurde mit einer Erhöhung um 137.000 Barrel pro Tag begonnen, um den zweiten Teil der Kürzungen zu lockern. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate erhielten die Genehmigung, ihre Produktion zwischen April und September um 300.000 Barrel pro Tag zu steigern.

Die geplante Ausweitung für November soll erneut mindestens 137.000 Barrel pro Tag betragen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Nach Einschätzung von Analysten bleiben die tatsächlichen Produktionssteigerungen hinter den Ankündigungen zurück, da viele Mitglieder ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben. Die verbleibenden gruppenweiten Kürzungen von 2 Millionen Barrel pro Tag sollen bis Ende 2026 fortbestehen.

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