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OpenAI bleibt unter gemeinnütziger Kontrolle

Altman weicht vom Kurs ab – Investoren erhalten höhere Gewinnperspektiven

 OpenAI bleibt unter gemeinnütziger Kontrolle

OpenAI bleibt vollständig unter gemeinnütziger Kontrolle. Der ursprünglich geplante Schritt, den kommerziellen Teil des Unternehmens in eine klassische Kapitalgesellschaft umzuwandeln, wurde aufgegeben. Stattdessen wird dieser Bereich künftig in einer sogenannten Public Benefit Corporation (PBC) organisiert sein, die sich sowohl den Interessen der Gesellschaft als auch denen der Investoren verpflichtet sieht. Mit diesem Schritt reagiert OpenAI auf den zunehmenden Druck von außen, darunter auch von Teilen der Belegschaft, der Öffentlichkeit und prominenten Kritikern.

Zu den lautstärksten Gegnern der ursprünglichen Pläne zählte Mitgründer Elon Musk, der dem Unternehmen vorwarf, von seiner ursprünglichen Mission abzuweichen. Musk hatte sogar rechtliche Schritte gegen OpenAI eingeleitet. Auch die Generalstaatsanwälte von Kalifornien und Delaware äußerten Bedenken. Sie argumentierten, dass eine Abkehr von der Gemeinnützigkeit im Falle eines Durchbruchs bei Allgemeiner Künstlicher Intelligenz niemals angemessen entschädigt werden könne. Dies hätte jahrelange Gerichtsverfahren nach sich ziehen können.

Sam Altman, CEO von OpenAI, hatte ursprünglich für eine einfachere Unternehmensstruktur geworben, um Investoren und Talente zu gewinnen und so im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Trotz dieser Argumentation hatte OpenAI bislang keine Schwierigkeiten, Kapital zu beschaffen. In einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde sammelte das Unternehmen rund 40 Milliarden Dollar ein. Die Bewertung stieg dadurch auf etwa 300 Milliarden Dollar, womit OpenAI zum zweitwertvollsten Start-up der Welt aufstieg.

Ein zentrales Problem für viele Investoren war jedoch die bisher geltende Renditebegrenzung. Diese sah vor, dass der kommerzielle Teil von OpenAI nur das 100-fache der eingesetzten Summe als Gewinn ausschütten darf, um den Großteil der Erträge der gemeinnützigen Muttergesellschaft zuzuführen. Hinweise aus einem internen Schreiben lassen vermuten, dass dieses Limit nun aufgehoben wurde. Dies könnte Investoren wie Softbank und Microsoft überzeugt haben, auf Rückforderungen oder Zurückhaltung weiterer Mittel zu verzichten.

Die neue Struktur bringt zwar Einschränkungen mit sich, insbesondere bei Übernahmen oder exklusiven Verträgen. Dennoch bleibt OpenAI der gemeinnützigen Kontrolle unterworfen, was in politisch sensiblen Bereichen der Künstlichen Intelligenz als Vorteil gelten könnte. Die neue Public Benefit Corporation ist nicht gemeinnützig, aber dem Gemeinwohl verpflichtet.

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