OpenAI plant eigenes soziales Netzwerk
Interne Tests deuten auf Konkurrenz zu Musks Plattform X hin

OpenAI arbeitet offenbar an einem eigenen sozialen Netzwerk, das mit der Plattform X von Elon Musk konkurrieren könnte. Wie ein aktueller Bericht der Website The Verge nahelegt, befindet sich das Projekt derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Interne Quellen berichten von einer ersten Testversion, zu der bislang jedoch keine offiziellen Angaben von OpenAI vorliegen. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu den konkreten Plänen wurde auf Anfrage nicht abgegeben.
Der Prototyp des neuen Netzwerks soll demnach mit dem Bildgenerator von ChatGPT verknüpft sein und einen Social-Media-Feed beinhalten. Ob es sich dabei um eine eigenständige App handelt oder ob die neue Funktion als Erweiterung von ChatGPT gedacht ist, bleibt bislang unklar. Die Informationen stammen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.
Das Verhältnis zwischen OpenAI und Elon Musk ist seit Jahren angespannt. Musk versucht unter anderem, die Umwandlung von OpenAI zu einem profitorientierten Unternehmen juristisch zu verhindern. Derzeit wird OpenAI noch von einer gemeinnützigen Organisation kontrolliert. Der Tech-Unternehmer hatte gemeinsam mit weiteren Investoren ein Kaufangebot in Höhe von 97,4 Milliarden Dollar unterbreitet, das jedoch abgelehnt wurde.
Ein neues soziales Netzwerk von OpenAI könnte die ohnehin angespannte Beziehung zwischen Musk und dem KI-Unternehmen weiter belasten. Musk hat seine Plattform X kürzlich unter das Dach seiner eigenen KI-Firma xAI gestellt, die direkt mit OpenAI in Wettbewerb tritt. Diese strukturelle Neuausrichtung erleichtert es rechtlich, Inhalte auf X zum Training von Künstlicher Intelligenz zu verwenden. Musks KI-Modell namens Grok ist eng mit X verbunden und nutzt die dortigen Inhalte zur Weiterentwicklung.
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Zur AktienanalyseAuch andere große Technologiekonzerne wie Meta bedienen sich öffentlich zugänglicher Beiträge aus ihren Netzwerken, um ihre KI-Systeme weiterzuentwickeln. Die Trainingsprozesse solcher Modelle erfordern enorme Datenmengen, weshalb soziale Medien eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung entsprechender Inhalte spielen. OpenAI könnte mit dem eigenen Netzwerk ebenfalls den Zugriff auf relevante Trainingsdaten sicherstellen und damit unabhängiger von Plattformen wie X oder Facebook werden.

