OpenAI erwog Ausgliederung von Robotik und Hardware vor Börsengang
Sam Altman prüfte laut WSJ eine Abspaltung zweier Sparten – der Plan scheiterte jedoch an bilanztechnischen Hürden.

OpenAI-Chef Sam Altman hat laut einem Bericht des Wall Street Journals erwogen, die Abteilungen für Robotik und Consumer-Hardware Ende 2025 auszugliedern. Gemäß dem Plan hätten die beiden Sparten externes Kapital aufgenommen und deutlich unabhängiger agiert als bisher. Der Vorschlag verdeutlicht, unter welchem Druck das KI-Unternehmen im Vorfeld eines geplanten Börsengangs steht.
OpenAI lehnte den Vorschlag jedoch ab. Als zentraler Grund gilt laut WSJ, dass die neuen Einheiten möglicherweise weiterhin in der Bilanz des Unternehmens konsolidiert geblieben wären – was den erhofften Effekt der Ausgliederung zunichtegemacht hätte. Das Journal beruft sich dabei auf informierte Kreise. Laut dem Bericht könnte OpenAI die Idee einer Ausgliederung in Zukunft jedoch wieder aufgreifen.
Fokus auf Kerngeschäft und neue Super-App
Der gescheiterte Ausgliederungsplan steht sinnbildlich für eine breitere strategische Neuausrichtung bei OpenAI. Das Unternehmen steht unter Druck, Projekte zu reduzieren, die den Umsatz nicht signifikant steigern. Altman hatte zwar ehrgeizige Projekte jenseits des bekannten Chatbots genehmigt, doch nun rückt das Kerngeschäft wieder in den Vordergrund.
Konkret konzentriert sich OpenAI auf die Entwicklung einer neuen Super-App, mit der das Unternehmen mehr Programmierer und Unternehmenskunden gewinnen will. Hintergrund ist, dass OpenAI hinter dem Konkurrenten Anthropic zurückgefallen ist. Jüngste Berichte zeigten zudem, dass das Unternehmen einige interne Nutzer- und Umsatzziele verfehlt hat – obwohl OpenAI selbst angab, dass sich das Wachstum nach der Einführung eines neuen KI-Modells wieder beschleunigt habe.
Sora auf Eis gelegt – Ressourcen für Kernprodukte
Ein weiteres Zeichen der Neupriorisierung: OpenAI hat sein Video-Generierungstool Sora vorerst zurückgestellt. Damit sollen Rechenressourcen für die Kernprodukte des Unternehmens freigesetzt werden. Sora hatte bei seiner Ankündigung für großes Aufsehen gesorgt, da es beeindruckende KI-generierte Videos produzieren kann.
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Zur AktienanalyseDie Entscheidungen rund um Sora, die gescheiterte Ausgliederung und die Fokussierung auf eine Super-App zeigen: OpenAI befindet sich in einer Phase der strategischen Konsolidierung. Das Unternehmen muss Investoren und potenziellen Börsengang-Interessenten beweisen, dass es nicht nur technologisch führend ist, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig wachsen kann.
Für deutsche Anleger und Beobachter des KI-Marktes ist die Entwicklung bei OpenAI besonders relevant, da das Unternehmen als Maßstab für die gesamte Branche gilt. Ein möglicher Börsengang von OpenAI würde zu den bedeutendsten Technologie-IPOs der vergangenen Jahre zählen und dürfte das Interesse institutioneller wie privater Investoren weltweit auf sich ziehen.

