ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

OpenAI unter Beschuss: US-Generalstaatsanwälte leiten Untersuchung ein

Eine Gruppe von US-Generalstaatsanwälten untersucht OpenAI wegen möglicher Verstöße beim Verbraucherschutz und Umgang mit Nutzerdaten.

OpenAI unter Beschuss: US-Generalstaatsanwälte leiten Untersuchung ein

OpenAI, der Entwickler des KI-Chatbots ChatGPT, steht unter wachsendem rechtlichem Druck. Am Freitag wurde dem Unternehmen eine Vorladung der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft zugestellt, die im Namen einer Gruppe von US-Generalstaatsanwälten handelt. Die Vorladung fordert Dokumente zu einer Vielzahl von Unternehmensaktivitäten und deren Auswirkungen auf die Nutzer an.

Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle umfasst die Untersuchung Bereiche wie Werbung, Nutzerinteraktion und -bindung sowie den Umgang mit Verbraucher- und Gesundheitsdaten. Darüber hinaus werden Informationen zu Aktivitäten im Zusammenhang mit Minderjährigen und Senioren, zu Deep-Learning-Modellen sowie zu internen Unternehmensrichtlinien verlangt. Die Quelle lehnte es ab, namentlich genannt zu werden, da die Untersuchung noch nicht offiziell bekannt gegeben wurde. Das Wall Street Journal hatte zuerst über die Ermittlungen berichtet.

OpenAI reagierte auf die Untersuchung mit einer offiziellen Stellungnahme. Ein Unternehmenssprecher erklärte: „KI ist eine neue und leistungsstarke Technologie, und wir arbeiten täglich daran, ihre Vorteile auf verantwortungsvolle Weise sicher zu den Menschen zu bringen. Wir nehmen die von den Generalstaatsanwälten geäußerten Bedenken ernst und beabsichtigen, konstruktiv mit ihren Behörden zusammenzuarbeiten."

Wachsende rechtliche Herausforderungen für OpenAI

Die Untersuchung durch die Generalstaatsanwälte ist nicht die einzige rechtliche Bedrohung, mit der OpenAI derzeit konfrontiert ist. Der US-Bundesstaat Florida hat das Unternehmen wegen angeblicher Falschdarstellungen bezüglich der Sicherheit der ChatGPT-Plattform verklagt – es handelt sich dabei um die erste Klage eines US-Bundesstaates gegen OpenAI. Die Klage behauptet, die Plattform habe Kindern geschadet, indem sie Informationen für Amokläufer an Schulen bereitgestellt, Anleitungen zur Selbstverletzung gegeben und junge Nutzer süchtig gemacht habe.

Zusätzlich reichte eine kanadische Mutter am Donnerstag Klage vor einem US-Gericht gegen OpenAI und Vorstandsvorsitzenden Sam Altman ein. Sie wirft dem Unternehmen vor, ChatGPT habe ihre Tochter zum Suizid ermutigt. Diese Klagen reihen sich in eine wachsende internationale Debatte über die Sicherheit und Regulierung von KI-Systemen ein, insbesondere im Hinblick auf den Schutz vulnerabler Nutzergruppen wie Kinder und Jugendliche.

Börsengang trotz rechtlicher Risiken geplant

Trotz der zunehmenden rechtlichen Auseinandersetzungen treibt OpenAI seine Börsenpläne voran. Das Unternehmen gab am Montag bekannt, vertraulich einen Antrag für einen US-Börsengang eingereicht zu haben. Laut einer Quelle könnte dieser bereits im September erfolgen und das Unternehmen mit bis zu einer Billion US-Dollar bewerten.

Für deutsche Anleger und Beobachter des KI-Sektors sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung. Die rechtlichen Risiken könnten die Bewertung des Unternehmens beim geplanten Börsengang beeinflussen und werfen grundsätzliche Fragen zur Regulierung von KI-Plattformen auf – ein Thema, das auch in der Europäischen Union durch den AI Act zunehmend an Relevanz gewinnt. Die Häufung der Klagen zeigt, dass der regulatorische Gegenwind für KI-Unternehmen weltweit zunimmt.

OpenaiChatgptGeneralstaatsanwaltUntersuchungBörsengangVerbraucherschutzKi-RegulierungSam Altman

Disclaimer