Orion Minerals: Glencore-Finanzierung von 250 Millionen Dollar kurz vor Abruf
Das Bergbauunternehmen Orion Minerals meldet wesentliche Fortschritte bei der Glencore-Vorauszahlungsfazilität – erste Tranche soll Ende August bereitstehen.

Orion Minerals, das an den Börsen in Johannesburg und Australien notierte Bergbauunternehmen, steht kurz vor einem entscheidenden Finanzierungsmeilenstein. Die erste Tranche der mit dem Rohstoffkonzern Glencore vereinbarten Vorauszahlungsfazilität soll voraussichtlich bis Ende August zum Abruf bereitstehen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben wesentliche Fortschritte bei der Erfüllung der noch ausstehenden Bedingungen erzielt.
Im Februar dieses Jahres hatte Orion Minerals den Abschluss einer Vorauszahlungsfazilität in Höhe von insgesamt 250 Millionen US-Dollar mit Glencore bekanntgegeben. Die Mittel werden in zwei Tranchen ausgezahlt: Die erste Tranche umfasst 40 Millionen US-Dollar, die zweite Tranche beläuft sich auf 210 Millionen US-Dollar.
Zwei Tranchen für zwei Projektphasen
Die erste Tranche über 40 Millionen US-Dollar ist zweckgebunden für den Bau und die Inbetriebnahme des sogenannten „Uppers"-Projekts in der Prieska-Mine. Die deutlich größere zweite Tranche von 210 Millionen US-Dollar soll anschließend den Bau und die Inbetriebnahme des „Deeps"-Projekts finanzieren. Bei der Prieska-Mine handelt es sich um eine Kupfer-Zink-Mine in der südafrikanischen Provinz Northern Cape, die Orion Minerals derzeit erschließt.
Die Rückzahlung der gesamten Vorauszahlungsfazilität ist an die Produktion der Mine geknüpft: Sie erfolgt durch den Verkauf und die Lieferung von Kupfer- und Zinkkonzentraten aus Prieska im Rahmen der damit verbundenen Abnahmevereinbarungen mit Glencore. Dieses Modell – bekannt als Streaming- oder Prepayment-Finanzierung – ist im Bergbausektor eine gängige Methode zur Projektfinanzierung, bei der ein Rohstoffabnehmer Kapital im Voraus bereitstellt und dafür gesicherte Lieferrechte erhält.
Aufschiebende Bedingungen weitgehend erfüllt
Orion Minerals berichtet, dass mehrere der noch ausstehenden aufschiebenden Bedingungen nun erfüllt oder kurz vor dem Abschluss stehen. Konkret liegt die Genehmigung der südafrikanischen Zentralbank (South African Reserve Bank) bereits vor. Darüber hinaus befindet sich eine Gläubigervereinbarung (Intercreditor Agreement) zwischen Glencore und Triple Flag Precious Metals in einem fortgeschrittenen Stadium und steht kurz vor der Unterzeichnung. Die Abnahmeverträge zwischen Orion und Glencore liegen zudem in finaler Fassung vor und müssen lediglich noch formal vollzogen werden.
CEO Tony Lennox zeigte sich optimistisch: „Wir freuen uns, dass die Bedingungen für den Abruf der Tranche A im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung mit Glencore kurz vor der Erfüllung stehen. Dies wird es uns ermöglichen, mit der Umsetzung des Uppers-Projekts in Prieska zu beginnen. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte von Orion dar, und wir freuen uns darauf, zum Produzenten aufzusteigen."
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Zur AktienanalyseProduktionsstart in rund 13 Monaten geplant
Laut dem aktuellen Zeitplan des Unternehmens soll der Aufstieg zum Produzenten voraussichtlich 13 Monate nach dem Abschluss der Tranche A der Finanzierung erfolgen. Für Orion Minerals würde dies den Übergang von einem reinen Explorationsunternehmen zu einem aktiven Bergbauproduzenten bedeuten – ein entscheidender Schritt, der die Bewertung und die Perspektiven des Unternehmens grundlegend verändern kann.
Die Partnerschaft mit Glencore, einem der weltgrößten Rohstoffkonzerne und Rohstoffhändler mit Sitz in der Schweiz, verleiht dem Projekt zusätzliche Glaubwürdigkeit. Glencore ist bekannt dafür, strategische Abnahmevereinbarungen mit Bergbauprojekten weltweit einzugehen und sichert sich damit langfristig Zugang zu wichtigen Industriemetallen wie Kupfer und Zink – Rohstoffe, die für die Energiewende und die Elektroindustrie von wachsender Bedeutung sind.


