Ørsted rutscht wegen US-Politik in die Verlustzone
Dänischer Windkraftkonzern kämpft mit Zöllen, Projektstopps und sinkender Nachfrage

Der dänische Energiekonzern Ørsted hat im dritten Quartal einen Nettoverlust von 1,70 Milliarden dänischen Kronen verzeichnet. Das weltweit führende Unternehmen im Bereich Offshore-Windkraft wurde vor allem von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten belastet. Unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump kam es zu einer deutlichen Verschärfung der Handelspolitik sowie zu Widerstand gegen erneuerbare Energien, was mehrere Projekte des Konzerns in den USA beeinträchtigte.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem Ørsted noch einen Gewinn von 5,17 Milliarden Kronen erzielte, bedeutet dies eine deutliche Verschlechterung der Ergebnislage. Besonders ins Gewicht fielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,8 Milliarden Kronen. Laut Unternehmensangaben resultierten diese Verluste vor allem aus gestiegenen US-Zöllen und den Auswirkungen einer Stop-Work-Anordnung beim Projekt Revolution Wind. Teilweise konnten diese Belastungen durch sinkende Zinsen abgemildert werden.
Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) – bereinigt um neue Partnerschaften und Stornogebühren – belief sich im Berichtszeitraum auf 3,06 Milliarden Kronen. Damit blieb das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit 4,0 Milliarden Kronen gerechnet hatten.
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Zur AktienanalyseØrsted, dessen Aktienkurs seit dem Höchststand im Jahr 2021 um rund 85 % eingebrochen ist, kämpft weiterhin mit steigenden Kosten, Lieferkettenproblemen und Projektverzögerungen. Die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung haben die Situation zusätzlich erschwert. Trotz dieser Herausforderungen betonte das Unternehmen, weiterhin an seinen internationalen Ausbauplänen im Bereich erneuerbarer Energien festhalten zu wollen, auch wenn sich die Rahmenbedingungen in einigen Märkten deutlich verschlechtert haben.


