Pam Bondi verteidigt Umgang mit Epstein-Akten vor US-Kongress
Die ehemalige US-Justizministerin rechtfertigte vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses das Vorgehen bei der Veröffentlichung der Epstein-Dokumente.

Die ehemalige US-Justizministerin Pam Bondi hat am Freitag vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses das Vorgehen des Justizministeriums bei der Veröffentlichung von Akten über den berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verteidigt. In ihrem Eröffnungsplädoyer erklärte Bondi, das Ministerium habe „nach bestem Wissen und Gewissen" alle Dokumente und sonstigen Beweismittel veröffentlicht, wie es der sogenannte Epstein Files Transparency Act vorschreibe.
Bondi räumte in ihrer Stellungnahme jedoch ein, dass es bei der Veröffentlichung der Epstein-Dokumente zu „Schwärzungsfehlern" gekommen sei. Zudem betonte sie, sie habe „nicht jeden Aspekt dieser Bemühungen geleitet oder die Dokumentenprüfung selbst durchgeführt" – eine Aussage, die als Distanzierung von möglichen Versäumnissen gewertet werden kann.
Demokraten kritisieren fehlende Videoaufzeichnung
Die Befragung Bondis vor dem Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform des Repräsentantenhauses verlief nicht ohne Kontroversen. Demokratische Ausschussmitglieder warfen der republikanischen Mehrheit vor, Bondis Anhörung nicht per Video aufgezeichnet zu haben – ein ungewöhnlicher Vorgang, der Fragen zur Transparenz des Verfahrens aufwirft.
Darüber hinaus berichtete eine Quelle, die während Bondis Befragung im Raum anwesend war, gegenüber dem Nachrichtensender MS NOW, dass die ehemalige Justizministerin zeitweise die Beherrschung verloren und frustriert reagiert habe – insbesondere als sie zu Präsident Donald Trump befragt wurde.
Bondi von Trump entlassen – Blanche übernimmt
Der Hintergrund der Anhörung ist politisch brisant: Bondi war Anfang April von Präsident Trump entlassen worden. Trump zeigte sich demnach unzufrieden mit ihrem Umgang mit den Akten über Epstein, der einst als langjähriger Freund des Präsidenten galt. Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter, der 2019 in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden wurde – sein Tod wurde offiziell als Suizid eingestuft, löste jedoch weitreichende Spekulationen aus.
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Zur AktienanalyseAls Nachfolger Bondis fungiert nun Todd Blanche als kommissarischer Justizminister. Blanche war zuvor als Trumps persönlicher Strafverteidiger tätig – eine Personalie, die ebenfalls für Diskussionen sorgt.
Der Fall Epstein und die Frage, welche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft in seine kriminellen Netzwerke verstrickt waren, beschäftigt die US-amerikanische Öffentlichkeit seit Jahren. Die Forderung nach vollständiger Transparenz bei der Veröffentlichung aller relevanten Dokumente ist dabei ein zentrales politisches Thema – sowohl für Demokraten als auch für Teile der Republikaner.


