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Panama-Kanal startet Auswahlverfahren für neue Pipeline

Milliardenprojekt soll US-LPG nach Asien bringen und zusätzliche Einnahmen sichern

Panama-Kanal startet Auswahlverfahren für neue Pipeline

Die Verwaltung des Panamakanals hat ein Auswahlverfahren gestartet, um Unternehmen zu bestimmen, die eine neue Pipeline für verflüssigtes Petroleumgas (LPG) entwerfen, bauen und betreiben sollen. Das Projekt ist auf eine Investitionssumme zwischen vier und acht Milliarden US-Dollar ausgelegt und soll die wachsende Nachfrage nach Transport- und Umschlagdiensten bedienen. Hintergrund ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Panamas aus dem vergangenen Jahr, die den Handlungsspielraum der Kanalbehörde erweitert hat.

Die geplante Pipeline soll eine Kapazität von zwei Millionen Barrel pro Tag erreichen und dadurch jährlich zwischen einer und 1,2 Milliarden US-Dollar zum Einkommen des Kanals beitragen. Nach Angaben des Leiters der Kanalbehörde, Ricaurte Vasquez, wird die Leitung den Transport von in den USA produziertem LPG ermöglichen, das für Asien bestimmt ist und den Kanal auf direktem Weg queren soll. Im Rahmen des Projekts ist auch der Bau einer Stromtrasse vorgesehen.

An den vorbereitenden Gesprächen mit der Kanalverwaltung beteiligten sich zahlreiche internationale Energie- und Handelsunternehmen. Dazu gehören Exxon Mobil, Phillips 66, Shell, Energy Transfer, Puma Energy, SK Energy, Vitol sowie die japanischen Konzerne Mitsubishi, Itochu und Sumitomo. Vasquez erklärte nach den Treffen, das große Interesse habe sich auch in der breiten Beteiligung gezeigt. Der nächste Schritt sei ein Vorqualifikationsverfahren, um die geeigneten Kandidaten weiter einzugrenzen.

Die Entscheidung über den Zuschlag ist für das letzte Quartal des Jahres 2026 vorgesehen. Parallel dazu soll zwischen Ende dieses Jahres und Anfang kommenden Jahres ein weiteres Projekt zur Entwicklung und zum Betrieb von zwei neuen Hafenanlagen im Bereich des Kanals auf den Weg gebracht werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, zusätzliche Einnahmenquellen zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit des Kanals im internationalen Handel zu stärken.

Für das laufende Haushaltsjahr rechnet die Kanalbehörde mit einem Gewinn von 3,5 Milliarden US-Dollar. Dieses Ergebnis entspricht in etwa den Zahlen des Vorjahres. Vasquez betonte, dass eine Konsolidierung der Ladungstonnage durch den Einsatz größerer Schiffe erwartete Rückgänge beim Verkehrsaufkommen in den kommenden Monaten ausgleichen könne. In diesem Jahr habe es zudem eine veränderte Saisonalität gegeben: Mehr Waren seien bereits jetzt in die Vereinigten Staaten transportiert worden, während diese Verlagerung in den Vorjahren meist erst in den Monaten Oktober bis Dezember stattfand.

PanamaGasPolitik

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