Panasonic senkt Jahresprognose wegen Batteriesparte
Schwache Nachfrage und US-Zölle belasten Gewinne im Geschäft mit Autobatterien

Japans Panasonic Holdings hat ihre Prognose für den Betriebsgewinn des laufenden Geschäftsjahres deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einem operativen Gewinn von 320 Milliarden Yen für das bis Ende März 2026 laufende Geschäftsjahr. Zuvor war Panasonic von 370 Milliarden Yen ausgegangen. Die Senkung entspricht einer Reduktion um rund 13,5 Prozent und ist vor allem auf eine schwächere Entwicklung im Energiegeschäft zurückzuführen, das Batterien für Elektrofahrzeuge liefert.
Besonders betroffen ist die Sparte, die Batterien für den US-amerikanischen Autobauer Tesla sowie weitere Hersteller produziert. Das Unternehmen nennt als Hauptgründe für die Korrektur geringere Absatzmengen, sinkende steuerliche Vorteile in den Vereinigten Staaten sowie die Belastung durch neue US-Zölle. Diese Faktoren hätten die Rentabilität der Sparte stärker beeinträchtigt als zuvor erwartet.
Hinzu kommen höhere Restrukturierungskosten, die im Zusammenhang mit einer Neuausrichtung des Geschäfts stehen. Panasonic befindet sich seit einiger Zeit in einem umfassenden Transformationsprozess, um sich stärker auf rentable und wachstumsorientierte Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Der Rückgang der Nachfrage im Bereich der Elektrofahrzeugbatterien sowie eine Verschiebung von Subventionsstrukturen in den USA erschweren diesen Prozess zusätzlich.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte die Energiesparte lediglich einen operativen Gewinn von 1,2 Milliarden Yen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang von 96,4 Prozent. Damit verzeichnete die Einheit einen der stärksten Gewinneinbrüche innerhalb des Konzerns.
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Zur AktienanalyseDas Management betonte, dass trotz der aktuellen Herausforderungen langfristig am Ausbau der Batterieproduktion festgehalten werden soll. Panasonic sieht insbesondere in der Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Technologien und in der Kooperation mit Partnern in den USA weiterhin strategisches Potenzial. Dennoch verdeutlicht die aktuelle Prognose, dass das Unternehmen kurzfristig mit erheblichen Belastungen durch Marktbedingungen und geopolitische Faktoren zu kämpfen hat.


