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Papst Leo ernennt australischen Bischof zum Vatikan-Rechtschef

Anthony Randazzo übernimmt als erster Australier seit George Pell eine Führungsrolle im Vatikan.

Papst Leo ernennt australischen Bischof zum Vatikan-Rechtschef

Papst Leo hat den australischen Bischof Anthony Randazzo zum Leiter der Rechtsabteilung des Vatikans ernannt. Randazzo, 59 Jahre alt, ist Bischof von Broken Bay nahe Sydney und wird damit der erste Australier an der Spitze einer Vatikan-Behörde seit dem verstorbenen Kardinal George Pell. Pell hatte von 2014 bis 2019 als Finanzchef der katholischen Kirche gewirkt.

Die Rechtsabteilung des Vatikans ist für die Organisation und Auslegung des kirchlichen Rechtssystems – des sogenannten Kirchenrechts (Kanonisches Recht) – zuständig. Mit 59 Jahren gilt Randazzo als vergleichsweise jung für eine solche Position. Experten gehen davon aus, dass er das Amt für ein Jahrzehnt oder länger bekleiden könnte.

Nachfolge eines italienischen Erzbischofs

Randazzos Vorgänger war der italienische Erzbischof Filippo Iannone. Papst Leo hatte Iannone bereits im September in eine andere Schlüsselposition berufen: Er leitet nun jene Vatikan-Behörde, die für die Auswahl katholischer Bischöfe weltweit verantwortlich ist. Die Personalrochade zeigt, wie Papst Leo gezielt internationale Kandidaten in Führungspositionen der Kurie einbindet.

Für die rund 26 Millionen Katholiken in Australien ist die Ernennung ein bedeutendes Signal. Der Vatikan stärkt damit die Repräsentation des bevölkerungsreichen Kontinents Ozeanien in der Kirchenleitung. Randazzo tritt sein Amt in einer Zeit an, in der das Kirchenrecht angesichts globaler Reformdebatten besondere Aufmerksamkeit genießt.

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