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Paramount-Warner-Bros.-Fusion: Rechtsstreit verzögert 111-Milliarden-Deal

Generalstaatsanwälte mehrerer US-Bundesstaaten wollen die Mega-Fusion blockieren – nun ist das Geschäft bis Juni 2027 ausgesetzt.

Paramount-Warner-Bros.-Fusion: Rechtsstreit verzögert 111-Milliarden-Deal

Paramount hat am Freitag bekanntgegeben, dass die geplante Fusion mit Warner Bros. Discovery im Wert von 111 Milliarden US-Dollar vorerst auf Eis liegt. Das Unternehmen stimmte zu, den Deal bis zum 1. Juni 2027 auszusetzen – oder bis ein Bundesrichter über eine Klage von Generalstaatsanwälten mehrerer US-Bundesstaaten entschieden hat, die das Geschäft zu blockieren versuchen.

Die Vereinbarung verlängert eine einstweilige Verfügung, die ein Richter am U.S. District Court for the Northern District of California Anfang dieser Woche erlassen hatte. Diese Verfügung hatte die Fusion zunächst für 14 Tage unterbrochen. Nun gilt die Aussetzung bis zur gerichtlichen Klärung des Rechtsstreits.

Mega-Fusion würde Medienlandschaft grundlegend verändern

Die geplante Transaktion hätte weitreichende Folgen für die globale Medienbranche. Sie würde zwei der mächtigsten Filmstudios Hollywoods unter einem Dach vereinen und gleichzeitig die Streaming-Dienste HBO Max und Paramount+ zusammenführen. Hinzu kämen bedeutende Fernsehnetzwerke wie CBS und CNN, die Teil des kombinierten Unternehmens würden.

David Ellison, der Paramount leitet, hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery aktiv vorangetrieben. Er überbotNetflix dabei mit mehreren sich steigernden Angeboten, um den Deal zu sichern. Das Volumen von 111 Milliarden US-Dollar macht die Transaktion zu einem der größten Mediendeals der jüngeren Geschichte.

Generalstaatsanwälte sehen Wettbewerb in Gefahr

Am 13. Juli schloss sich Colorado zwölf weiteren Generalstaatsanwälten an, um gemeinsam Klage gegen die Fusion einzureichen. In der Klageschrift wird argumentiert, dass der Deal zwei der fünf großen Filmverleiher Hollywoods sowie zwei der fünf großen Kabelfernsehgesellschaften der USA miteinander verschmelzen würde – mit erheblichen Folgen für den Wettbewerb.

Der Generalstaatsanwalt von Colorado, Phil Weiser, veröffentlichte am Freitag eine Erklärung zu dem beim Bundesgericht eingereichten Vergleich. „Der heutige Gerichtsschriftsatz erkennt die schwerwiegenden Auswirkungen der Mega-Fusion zwischen Paramount und Warner Brothers auf den Wettbewerb und die Verbraucher an", sagte Weiser. „Das zusammengeschlossene Unternehmen würde den Wettbewerb zwischen den Film-Giganten ausschalten und Kinos, Kabelnetzbetreibern sowie dem Publikum landesweit erheblichen Schaden zufügen."

Die Klage der Generalstaatsanwälte richtet den Fokus auf die Marktkonzentration: Wenn zwei der fünf dominierenden Kräfte sowohl im Filmverleih als auch im Kabelfernsehen fusionieren, sinkt der Wettbewerbsdruck erheblich. Kritiker befürchten höhere Preise für Verbraucher und schlechtere Konditionen für Kinos und Kabelbetreiber.

Für deutsche Anleger und Medienbeobachter ist der Fall von besonderem Interesse, da sowohl Paramount als auch Warner Bros. Discovery mit ihren Streaming-Diensten auch auf dem europäischen Markt aktiv sind. Der Ausgang des Rechtsstreits könnte die internationale Strategie beider Konzerne maßgeblich beeinflussen. Bis zur Entscheidung des Bundesrichters bleibt die Zukunft des 111-Milliarden-Deals ungewiss.

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