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Pariser Klimaabkommen: Zehn Jahre später steigen Emissionen auf Rekordniveau

Trotz Klimazielen erreichen CO₂-Emissionen 2025 mit 38,1 Milliarden Tonnen einen historischen Höchststand.

Pariser Klimaabkommen: Zehn Jahre später steigen Emissionen auf Rekordniveau

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens verschärft sich die globale Klimakrise dramatisch. Das Jahr 2025 zählt zu den drei heißesten jemals gemessenen Jahren, während die weltweiten CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen einen neuen Rekordwert von 38,1 Milliarden Tonnen erreichen werden. Dies geht aus dem aktuellen Global Carbon Budget-Bericht hervor, den ein internationales Team von mehr als 130 Wissenschaftlern erstellt hat.

Die Konzentrationen der wichtigsten Treibhausgase – Kohlendioxid, Methan und Distickstoffmonoxid – haben laut dem Global Atmosphere Watch-Netzwerk der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) Rekordhöhen erreicht. Die atmosphärischen CO₂-Konzentrationen liegen mittlerweile etwa 52 Prozent über dem vorindustriellen Niveau. Der Anstieg wird durch den zunehmenden Verbrauch von Kohle, Öl und Gas getrieben, obwohl erneuerbare Energien schnell wachsen.

Besonders alarmierend: Forscher warnen, dass nur noch Raum für etwa 170 Milliarden weitere Tonnen CO₂ bleibt – das entspricht etwa vier Jahren Emissionen beim derzeitigen Stand. Wird diese Schwelle überschritten, wird das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens unerreichbar.

Beschleunigte Erwärmung seit 2015

Daten führender wissenschaftlicher Organisationen zeigen eine deutliche Beschleunigung der globalen Erwärmung seit Mitte der 2010er Jahre. Das Goddard Institute for Space Studies der NASA (GISS) gab bekannt, dass die Erdoberfläche 2025 um 1,19 Grad Celsius über dem Durchschnitt von 1951 bis 1980 lag. Der konsolidierte Datensatz der WMO stuft 2025 mit 1,44 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau als eines der drei wärmsten Jahre in 176 Jahren Temperaturaufzeichnungen ein.

Die Prognosen für die größten Emittenten fallen unterschiedlich aus: In China, Indien, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union werden die Emissionen voraussichtlich steigen, während sie in Japan sinken. Dies geschieht, obwohl China erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien getätigt hat.

Arktis und Ozeane unter Druck

Die Arktis erwärmt sich weiterhin mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Der Arctic Report Card 2025 der US-Behörde NOAA bestätigte, dass der Zeitraum von Oktober 2024 bis September 2025 der wärmste seit 1900 war. Die Meereisausdehnung erreichte im März 2025 mit etwa 14,47 Millionen Quadratkilometern das niedrigste jemals verzeichnete Wintermaximum.

Die Ozeane absorbierten 2025 Rekordmengen an Wärme und stellten laut NOAA und Berkeley Earth einen neuen globalen Höchststand für den Wärmegehalt der oberen Ozeanschichten auf. Der Meeresspiegel steigt weiter an – der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) prognostiziert bis 2050 einen Anstieg von 0,20 bis 0,29 Metern im Vergleich zu 1995 bis 2014.

Politische Rückschläge bremsen Klimaschutz

Die internationale Klimapolitik steht unter Druck. US-Präsident Donald Trump hat eine Reihe von Umweltvorgaben zurückgenommen und den Klimawandel als Täuschung bezeichnet – eine Haltung, die dazu beigetragen hat, dass die Umweltagenda weltweit infrage gestellt wird.

Auf dem jährlichen UN-Klimatreffen in Brasilien einigten sich die Länder zwar auf mehr Finanzmittel, um ärmeren Ländern bei der Anpassung an Extremwetter zu helfen. Explizitere Pläne für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Verschärfung von Emissionsminderungszielen konnten jedoch nicht vereinbart werden. Die Kluft zwischen Klimazielen und tatsächlichen Maßnahmen wird damit immer größer.

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