PDVSA stoppt Ölverladungen für Chevron
US-Zölle und Lizenzentzug führen zu Rückruf beladener Tanker

Der venezolanische staatliche Ölkonzern PDVSA hat mehreren Quellen zufolge mehrere zuvor erteilte Genehmigungen für den US-amerikanischen Energiekonzern Chevron zur Verladung und Ausfuhr von venezolanischem Rohöl im April widerrufen. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit den jüngsten Maßnahmen der US-Regierung, darunter die Einführung von Zöllen auf den Kauf venezolanischer Energieprodukte sowie die Rücknahme zentraler Betriebslizenzen für ausgewählte Geschäftspartner von PDVSA.
Im März hatte die US-Regierung bereits Sondergenehmigungen für einige Unternehmen, darunter auch Chevron, aufgehoben. Diese Ausnahmen hatten es den Firmen erlaubt, trotz bestehender Sanktionen venezolanisches Öl zu fördern und zu exportieren. Die betroffenen Unternehmen erhielten von der US-Finanzbehörde eine Frist bis zum 27. Mai, um ihre Tätigkeiten einzustellen und verbleibende Käufe abzuschließen. Chevron exportierte unter der bisherigen Lizenz täglich rund 250.000 Barrel venezolanischen Rohöls in die Vereinigten Staaten.
Anfang April verhängte Washington einen neuen Zoll in Höhe von 25 Prozent auf Importe von venezolanischem Rohöl und Gas. Laut Experten könnte diese Maßnahme vor allem China treffen, das als größter Abnehmer venezolanischer Ölprodukte gilt. Nach der Einführung des Zolls kam es zu einer vorübergehenden Aussetzung mehrerer Rohölladungen, insbesondere solcher mit Ziel China. Inzwischen wurden die Verladungen jedoch wieder aufgenommen.
Zwei der von PDVSA annullierten Verladungen betrafen Tanker, die bereits beladen waren. Diese Schiffe müssten nun in die Häfen zurückkehren, wie eine der Quellen mitteilte. Eine dritte geplante Verladung hatte zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht stattgefunden. Ob und wann die betroffenen Lieferungen neu terminiert werden, blieb zunächst unklar. Weder PDVSA noch Chevron äußerten sich auf Anfrage zu den Vorgängen.
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Zur AktienanalyseDie venezolanische Regierung unter Präsident Nicolás Maduro wies die US-Maßnahmen am Donnerstag erneut zurück. Offizielle Vertreter bezeichneten die Zölle und Sanktionen als Teil einer „wirtschaftlichen Kriegsführung“. Bislang war Chevron von den jüngsten Strafmaßnahmen nicht betroffen gewesen, da das Unternehmen über eine gesonderte Lizenz verfügte. Laut Quellen und Daten zu den Schiffsbewegungen änderte sich das nun mit der Entscheidung von PDVSA.


