Peak Rare Earths stimmt Shenghe-Übernahme zu
US-Angebot scheitert, chinesischer Konzern sichert Zugang zu Tansanias Ngualla-Projekt

Australias Peak Rare Earths hat einem Übernahmeangebot des chinesischen Produzenten Shenghe Resources zugestimmt und damit eine höhere, aber unsichere Offerte aus den USA abgelehnt. Der Schritt bringt dem größten Anteilseigner von Peak die vollständige Kontrolle über den australischen Seltenerzförderer. Shenghe wird über seine Singapurer Tochter alle noch ausstehenden Aktien von Peak für 0,443 australische Dollar in bar je Aktie erwerben. Damit wird das Unternehmen mit insgesamt rund 195 Millionen australischen Dollar bewertet, was umgerechnet etwa 130 Millionen US-Dollar entspricht.
Shenghe hält bereits rund 19,7 Prozent der Anteile an Peak. Mit der Zustimmung zu dem Kaufangebot entscheidet sich Peak für die Sicherheit einer verbindlichen Vereinbarung, nachdem ein US-Investor kurz zuvor ein höheres, aber unverbindliches Angebot vorgelegt hatte. General Innovation Capital Partners aus den Vereinigten Staaten hatte ein Gebot in Höhe von 240 Millionen australischen Dollar angekündigt. Peak wies dies jedoch zurück und verwies auf fehlende Klarheit hinsichtlich der Prüfung und Umsetzung des Vorstoßes.
Shenghe hatte sein Angebot bereits Anfang September nachgebessert und den Preis damit um mehr als 23 Prozent im Vergleich zu einer früheren Offerte aus dem Mai erhöht. Durch die Transaktion würde das chinesische Unternehmen auch die Kontrolle über das Ngualla-Projekt in Tansania erlangen. Dabei handelt es sich um eines der größten bekannten Vorkommen von Neodym und Praseodym, zwei Schlüsselrohstoffen für die Produktion von Elektromotoren und damit zentral für die Herstellung von Elektrofahrzeugen.
Shenghe baut seine Präsenz im australischen Markt für Seltene Erden seit einiger Zeit aus. Schon 2022 hatte der Konzern fast 20 Prozent der Anteile an Peak erworben und gleichzeitig ein Abkommen geschlossen, um Produkte aus dem Ngualla-Projekt abzunehmen. Die aktuelle Übernahme vertieft diesen Einfluss nun erheblich.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die australische Regierung darüber nachdenkt, mit einer Preisuntergrenze kritische Rohstoffprojekte zu stützen. Damit will Canberra eine Alternative zu China schaffen, das den globalen Markt für Seltene Erden dominiert. Trotz dieser politischen Bestrebungen profitieren die Aktionäre kurzfristig von der chinesischen Übernahmeofferte.
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Zur AktienanalyseAn der Börse stieg der Kurs von Peak nach der Bekanntgabe der Entscheidung um 3,6 Prozent auf 0,435 australische Dollar. Dies markierte den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Der Wechselkurs lag dabei bei rund 1,5011 australischen Dollar je US-Dollar.


