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Pensana beim US-Präsidenten-Briefing zu Seltenen Erden dabei

Trump und Außenminister Rubio empfingen das Londoner Bergbauunternehmen Pensana zu Gesprächen über unabhängige US-Lieferketten für Seltene Erden.

Pensana beim US-Präsidenten-Briefing zu Seltenen Erden dabei

Das an der Londoner Börse notierte Seltenerd-Bergbauunternehmen Pensana hat an einem exklusiven Briefing mit US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio teilgenommen. Thema war der Aufbau unabhängiger US-Lieferketten für Seltene Erden und andere kritische Mineralien. Pensana gehörte zu den ausgewählten Unternehmen, denen zugetraut wird, in naher Zukunft Seltene Erden an die USA und verbündete Nationen liefern zu können.

Das erklärte Ziel der US-Regierung ist die Sicherung einer zuverlässigen, nicht-chinesischen Versorgung mit Seltenerdelementen. Diese bilden die Grundlage für Verteidigungssysteme, Elektrifizierung, Robotik und Automatisierung – Schlüsselbereiche, in denen die USA ihre strategische Abhängigkeit von China reduzieren wollen. Hochrangige Vertreter des US-Außenministeriums nahmen ebenfalls an dem privaten Briefing teil.

„Es war ein Privileg, zu diesem wichtigen präsidialen Briefing nach Washington eingeladen zu werden, das unsere US-amerikanische ‚Mine-to-Magnet'-Strategie und unser Nasdaq-Listing sehr unterstützt", erklärte Tim George, CEO von Pensana. Im Anschluss an das Briefing erörterte George mit David Copley vom Executive Office des Präsidenten und dem Nationalen Sicherheitsrat die Rolle des Unternehmens bei der Unterstützung der Versorgungssicherheit mit Seltenen Erden für die USA.

Das Longonjo-Projekt in Angola

Das Herzstück von Pensanas Strategie ist das Longonjo-Projekt in Angola, das sich derzeit im Bau befindet und zu etwa 25 Prozent fertiggestellt ist. Die erste Produktion von gemischtem Seltenerdkarbonat (MREC) ist für das Jahr 2028 geplant. Das Projekt ist damit eines der wenigen konkreten nicht-chinesischen Vorhaben, das in absehbarer Zeit zur globalen Versorgung mit Seltenen Erden beitragen kann.

Die Anfangsproduktion des Longonjo-Projekts ist auf 20.000 Tonnen MREC pro Jahr ausgelegt. Im vierten Betriebsjahr ist eine Erweiterung auf 40.000 Tonnen pro Jahr geplant. Damit würde Pensana zu einem bedeutenden Akteur auf dem globalen Markt für Seltene Erden avancieren.

Darüber hinaus läuft die Planung für eine Anlage zur Gewinnung schwerer Seltenerdelemente. Diese zielt auf eine Produktion von über 122 Tonnen Dysprosium und Terbium pro Jahr ab. Beide Elemente sind besonders kritisch für die Herstellung von Hochleistungsmagneten, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und militärischen Anwendungen eingesetzt werden.

Strategische Bedeutung für westliche Lieferketten

Seltene Erden sind trotz ihres Namens nicht zwingend selten im Erdreich, jedoch ist ihre Verarbeitung komplex und wird derzeit weltweit von China dominiert. Der Westen – allen voran die USA – sucht seit Jahren nach Alternativen, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten zu verringern. Pensanas Einladung zum präsidialen Briefing unterstreicht, welche strategische Bedeutung dem Unternehmen und seinem angolanischen Projekt dabei beigemessen wird.

Die Teilnahme an einem solchen hochrangigen Regierungsgespräch ist für ein Bergbauunternehmen ungewöhnlich und signalisiert das ernsthafte Interesse der US-Regierung, alternative Quellen für kritische Mineralien zu fördern. Für Pensana bedeutet die Unterstützung aus Washington zudem Rückenwind für das angestrebte Nasdaq-Listing, das dem Unternehmen Zugang zum US-Kapitalmarkt verschaffen soll.

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