Pentagon warnt Trump vor Risiken eines Militärschlags gegen Iran
Das US-Verteidigungsministerium äußert schwerwiegende Bedenken gegenüber möglichen Militäroperationen gegen den Iran.

Das Pentagon hat Präsident Donald Trump eindringlich vor den Risiken einer ausgedehnten Militärkampagne gegen den Iran gewarnt. Dies berichtete das Wall Street Journal am Montag unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Beamte. Die Warnungen wurden sowohl innerhalb des Verteidigungsministeriums als auch in Sitzungen des Nationalen Sicherheitsrates kommuniziert.
General Dan Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff und enger Vertrauter Trumps, sprach konkrete Risiken an. Dazu zählen mögliche Opfer auf US-amerikanischer und alliierter Seite, erschöpfte Luftverteidigungskapazitäten sowie eine potenzielle Überlastung der Streitkräfte. Weitere Führungskräfte des Pentagons schlossen sich diesen Bedenken an.
Optionen reichen von begrenzten Erstschlägen bis zur mehrtägigen Kampagne
Militärplaner prüfen derzeit verschiedene Szenarien – von gezielten Erstschlägen bis hin zu einer mehrtägigen Luftkampagne gegen das iranische Regime. Eine längere Kampagne könnte erhebliche Kosten für die US-Streitkräfte verursachen und die Munitionsvorräte deutlich belasten. Zugleich würde sie den Schutz regionaler Partner erschweren, sollte der Iran mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren.
Besonders brisant: Ein umfangreicher Einsatz von Luftabwehrmunition und anderen knappen Ressourcen könnte die Vorbereitung auf einen möglichen künftigen Konflikt mit China beeinträchtigen. Dies ist ein zentrales strategisches Argument der Militärführung gegen eine ausgedehnte Iran-Operation. Die USA müssen ihre Kapazitäten im Hinblick auf mehrere potenzielle Konfliktherde gleichzeitig abwägen.
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Zur AktienanalyseTrump hat nach Angaben der Beamten bislang keine Entscheidung über ein militärisches Vorgehen gegen den Iran getroffen. Die Warnungen von General Caine und anderen Militärführern werden in den Entscheidungsprozess des Präsidenten einfließen. Ob und in welchem Umfang eine Militäraktion stattfinden wird, bleibt damit weiterhin offen.

